Wir öffnen wieder!

Wir freuen uns sehr, dass die Ayurveda-Klinik in Kassel ab 15. Juni wieder für Sie öffnet.

Nach einer langen Zeit ohne Sie dürfen wir Sie wieder empfangen und mit unserem authentischen Ayurveda einen Beitrag leisten, um Ihre Gesundheit zu stärken.

Gerne nehmen wir Ihre Wunschtermine schon vorab telefonisch unter 0561-3108 99 oder per E-Mail info@ayurveda-klinik.de entgegen.

Willkommensregeln (PDF)

Diabetes mellitus

Eine direkte Übersetzung des Begriffs Diabetes mellitus in āyurvedische Terminologie gibt es nicht. Jedoch werden in den klassischen āyurvedischen Texten 20 Arten von Prameha (Vorstufe zu Madhumeha) beschrieben. Die Symptome, welche alle Arten von Prameha gemein haben, sind vermehrte Menge und Trübung des Urins. Dies ist schulmedizinisch gesehen häufig das erste Symptom vom Diabetes mellitus. Alle Prameha Arten werden nach einiger Zeit zu Madhumeha. Alle Arten, bei denen der Urin süß wie Honig ist und auch der Körper süß wird, werden Madhumeha genannt. Daher lässt sich die āyurvedische Erkrankung Madhumeha mit der schulmedizinischen Diagnose Diabetes mellitus vergleichen.

Schulmedizinisch werden nicht 20 verschiedene Sorten des Diabetes mellitus unterschieden, im Āyurveda werden feinere Abstufungen gesehen und das Krankheitsbild weiter gefasst. Der juvenile insulinabhängige Diabetes mellitus Typ I ist sicher eher eine Vāta Art von Prameha. Der Diabetes mellitus Typ II gehört wahrscheinlich eher zu den Kapha Arten. Prinzipiell wird Madhumeha jedoch als Vāta Störung gesehen.

Hauptursachen für die Entstehung von Madhumeha sind Nahrungsmittel, Getränke und Aktivitäten, welche medas (das Fettgewebe), mūtra (Urin) und Kapha erhöhen. Z. B. süße, saure, salzige, fettige, schwer verdauliche, schleimige und kalte Nahrungsmittel, frische Getreide, Bier, übermäßig viel Joghurt und Buttermilch, Fleisch von Haustieren, Fleisch von Tieren, welche in sumpfigen Gebieten leben, Zuckerrohrsaft, Melasse, Fische, Milch und Milchprodukte, Süßigkeiten. Zusätzliche Ursachen sind sitzende Tätigkeiten und Schlafen in schlechter Haltung und zum falschen Zeitpunkt. Genetische Faktoren, Übergewicht, Bewegungsmangel, häufige Schwangerschaften, Infektionen, Emotionen und Stress.

Therapie

Zuträgliche Nahrungsmittel:

  • alle bitteren und zusammenziehenden Lebensmittel,
  • Gerste,
  • alle Bohnensorten außer Soja und Urad Dal,
  • Bockshornklee, alle Gewürze, besonders Curcuma und Schwarzkümmel
  • Zucchini, weißer Kürbis, bitterer Kürbis (Momordica charantia)
  • Knoblauch, Zwiebeln
  • Gurken
  • Kraut, Gemüsepaprika, grünblättrige Gemüse (z. B. Spinat)
  • Mandeln

Zu vermeidende Nahrungsmittel:

  • kalte, ölige, süße und feuchte Substanzen
  • Milchprodukte
  • Fleisch von Meeres- und Sumpftieren
  • Frisch geerntetes Getreide
  • Zuckerzusammensetzungen
  • Kartoffeln
  • Früchte

Zuträgliche Aktivitäten:

  • regelmäßige Bewegung, Laufen, Yoga
  • Prāņāyama (Atemübungen aus dem Yoga)
  • Meditation

Zu vermeidende Aktivitäten:

  • übermäßiges Sitzen
  • übermäßiger Schlaf (besonders tagsüber)
  • Bewegungsmangel

Grundsätzlich ist eine āyurvedische Pancakarma Reinigungskur die intensivste āyurvedische Therapie bei Madhumeha. Sie sollte jedoch nur nach Abwägung der Kontraindiaktionen durchgeführt werden. Der Körper wird dabei von allen überschüssigen Doşas gereinigt, z. B. durch Abführen und Einläufe. Wichtig sind bei Madhumeha aber unbedingt begleitende Behandlungen, wie Stirngüsse mit Buttermilch-Kräuter-Abkochungen (siehe Fallbeispiel).

Die āyurvedische Therapie sollte immer mit der schulmedizinischen Therapie abgestimmt sein.

Fallbeispiel: Diabetes mellitus
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