Psychosomatische Erkrankungen entstehen im Zusammenspiel von Körper und Psyche: Seelische Belastungen wirken sich auf körperliche Funktionen aus, körperliche Beschwerden wiederum verstärken seelischen Druck. Anhaltender Stress, Erschöpfung, Schlafstörungen oder eine leichte reaktive Depression gehören zu den häufigsten Beschwerdebildern dieser Art nicht selten ausgelöst oder verstärkt durch einschneidende Lebensphasen.
Aus Sicht der Ayurveda-Medizin geht eine solche Erschöpfung meist mit einer Aggravation des Doshas Vata einher. Wie individuell sich die Beschwerden zeigen, hängt vom Zusammenspiel dieses Ungleichgewichts mit der persönlichen Konstitution ab. Da Ayurveda Körper und Geist als eng miteinander verbunden betrachtet, wird auch die Verdauungskraft (Agni) in die Diagnose einbezogen. Sie gilt als wichtiger Indikator für den gesamten Gesundheitszustand.
Wenn Erschöpfung über Wochen oder Monate anhält, sprechen Fachleute häufig von einem Erschöpfungssyndrom oder Burn-out. Betroffene fühlen sich trotz Ruhephasen kraftlos, emotional ausgelaugt und in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Ist zusätzlich eine ausgeprägte depressive Symptomatik erkennbar, sprechen Ärzte von einer Erschöpfungsdepression.
Ein- und Durchschlafstörungen sowie frühmorgendliches Erwachen zählen zu den häufigsten Begleiterscheinungen psychosomatischer Erschöpfungszustände. Aus ayurvedischer Sicht deutet ein unruhiger Schlaf meist auf ein erhöhtes Vata hin: ein Ungleichgewicht, das durch Reizüberflutung, unregelmäßige Tagesabläufe oder anhaltenden Stress begünstigt wird.
Als reaktive Depression bezeichnet man eine depressive Verstimmung, die als Reaktion auf belastende Lebensereignisse oder anhaltenden Stress auftritt. In leichter Ausprägung zeigt sie sich häufig als Kombination aus Erschöpfung, Antriebslosigkeit, gedrückter Stimmung und Rückzug. Auch hier setzt die ayurvedische Therapie an der zugrunde liegenden Vata-Aggravation sowie an individuellen Konstitutionsfaktoren an.
Gesellschaftliche Ausnahmesituationen wie die Corona-Pandemie haben bei vielen Menschen zu einer deutlichen Zunahme solcher Beschwerden geführt, von Reizüberflutung im Homeoffice bis zur Sorge um Existenz und Gesundheit. Auch Jahre später wirken solche Belastungsphasen bei manchen Patienten nach und tragen zu chronischer Erschöpfung, Schlafstörungen oder einer reaktiven depressiven Symptomatik bei.
Psychosomatik im Ayurveda
Ayurveda betrachtet Körper und Geist als untrennbar miteinander verbunden – die Basis für eine wirksame Behandlung psychosomatischer Beschwerden.
Dr. med. Ananda Samir Chopra

Möchten Sie Ihre offenen Fragen zu psychosomatischen Erkrankungen mit uns persönlich klären? Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf – wir helfen Ihnen gerne weiter!
Die ayurvedische Diagnostik erfasst zunächst die individuelle Grundkonstitution (Prakriti) sowie das aktuelle Ungleichgewicht (Vikriti), den Zustand der Verdauungskraft (Agni) und die konkreten Symptome. Ergänzend werden im Gespräch die auslösenden Faktoren der jeweiligen Erschöpfungssituation erfasst.
Auf dieser Grundlage wird ein individueller Therapieplan erstellt, der je nach Ausprägung folgende Bausteine kombiniert:
Die ayurvedische Behandlung eignet sich für Menschen, die:
In unserer Klinik entwickeln wir für jede Patientin und jeden Patienten einen individuellen Therapieplan bei psychosomatischen Erkrankungen. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf und erfahren Sie, wie eine Ayurveda-Kur Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht bringen kann.
