Ayurveda ist ein Medizinsystem und sollte daher zur Gesunderhaltung oder zur Therapie von Erkrankungen individuell passend eingesetzt werden. Alle Empfehlungen zu einzelnen Krankheitsbildern müssen dem Menschen, seiner Konstitution und Situation entsprechend, angepasst werden
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Wir benötigen eine neue Heilkunst für viele chronische Erkrankungen

Ayurveda Klinik Kassel Bad Wilhelmshöhe Neue Heilkunst für viele chronische Erkrankungen Reisbeutelmassage

Dr. Volker Schmiedel

Wir benötigen für viele Erkrankungen eine neue Heilkunst, die sehr tiefgehend und durchgreifend angelegt ist und die über ein bewährtes Wissen, eine große Erfahrung, Heilungstradition und Weisheit verfügt. Dies alles ist bei der AYURVEDA-Medizin der Fall.

Verschiedentlich ist folgendes Argument gegen den AYURVEDA zu hören oder zu lesen:

“Das gedankliche Konzept des AYURVEDA ist phänomenologisch, d. h. an den Symptomen einer Krankheit orientiert und verfügt über eine breite Empirie. Unsere westliche Medizin dagegen beschränkt sich nicht auf Symptome, sondern erforscht insbesondere die Ursachen von Erkrankungen und leitet daraus nach wissenschaftlich gesicherten Kriterien (Studien) Therapieansätze ab.“

In diesem Zusammenhang sind einige Missverständnisse richtig zustellen. In der Tat orientiert sich der Ayurveda-Arzt sehr stark n Symptomen des Patienten, wobei hier eine subtile und differenzierte Diagnostik angewandt wird, wie wir sie in der heutigen westlichen Medizin gar nicht (mehr) kennen. Daraus aber eine symptomorientierte Therapie des AYURVEDA ableiten zu wollen, würde den Prinzipien des AYURVEDA in keiner Weise gerecht.

Folgt man der inneren Logik des AYURVEDA, so ist gerade die Wiederherstellung des konstitutionellen Gleichgewichtes (der Doshas) eine ursächliche Therapie, da in einem bioenergetischen Ungleichgewicht (der Doshas) die Ursache der Erkrankung gesehen wird. Hingegen beschränkt sich gerade die Schulmedizin –zumindest was die meisten chronischen Erkrankungen angeht- auf eine rein symptomatische Therapie. Wer wollte bezweifeln, dass die Kortison-Injektion bei einem akuten rheumatischen Schub eine – wenn im Einzelfall auch wohl berechtigte – rein symptomatische Therapie darstellt.

Der erkrankte Körper wird repariert, Symptome werden unterdrückt, aber die Erkrankung selbst wird dabei kausal nicht behandelt, geschweige denn geheilt. Werden „Ursachen“ beispielsweise der koronaren Herzkrankheiten gefunden – wie etwa ein erhöhter Blutdruck oder ein erhöhtes Cholesterin – so werden diese wiederum künstlich mit Antihypertonika oder HMG-CoA-Reduktase-Hemmern gesenkt. Ist das ein wissenschaftlicher Therapieansatz, der wirklich an die Ursachen der Erkrankung geht?

Was wir auch verschiedentlich als Gegenargument hören, ist:

“In Deutschland besteht kein wirklicher Bedarf für ayurvedische Heilkunst“


Wir können uns sicherlich noch gut daran erinnern, dass vor mehr als 20 Jahren behauptet wurde, es bestünde in Deutschland kein Bedarf an  Akupunktur, diese Medizin möge wohl Asiaten, nicht aber bei Mitteleuropäern funktionieren. Noch vor mehr als 10 Jahren musste jeder Arzt, der seine Krebspatienten mit Mistelinjektionen behandelte, mit Spott (wenn nicht mit Schlimmeren) seitens der etablierten Onkologen rechnen, die keinerlei Bedarf für die Mistel sahen, um es zurückhaltend auszudrücken. Heute ist die Mistel einer der interessanten Forschungsgegenstände innerhalb der Onkologie und auf dem Wege zur offiziellen Anerkennung.

„Haben wir vor mehr als 20 Jahren keine Akupunktur, haben wir vor mehr als 10 Jahren keine Mistel gebraucht? Sollten die Ärzte gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit, was offizielle, schulmedizinische Therapiestandards angeht, nicht etwas bescheidener sein? Kann uns ein Therapiesystem, welches mehrere tausend Jahre in den Prinzipien unverändert (in kleinen Details dennoch ständig erweitert und verbessert) besteht und erfolgreich angewandt wird, wirklich nichts sagen? Wenn wir unser heutiges naturwissenschaftliches, medizinische Weltbild betrachten, so müssen wir unter wissenschaftlich theoretischen Aspekten eingestehen, dass wir mit dieser Art der Medizin, die ihre wissenschaftlichen Wurzeln im 19. Jahrhundert hat, an unüberwindbare Grenzen stoßen. Der Nutzen der Schulmedizin etwa bei Traumen oder akuten Infektionen ist unbestritten, aber bei komplexen, chronischen Erkrankungen kommen wir mit der monokausalen Sichtweise dieser Art von Medizin nicht weiter. Auch die ideologischen Grabenkämpfe mit unwissenschaftlichen Denunziationen unkonventioneller Verfahren sowie ökonomische Verteilungskämpfe innerhalb des Systems sind letztlich nur Symptome eines sich abzeichnenden Paradigmenwechsels, der sich derzeit schon vollzieht.“

Deshalb behaupten viele schulmedizinisch, internistisch und naturheilkundlich tätige Ärzte: „Wir benötigen – gerade in Deutschland mit den zahlreichen ungelösten Problemen der meisten chronischen Erkrankungen – eine Heilkunst, die neue, auch unkonventionelle, vielleicht noch nicht bis ins letzte Detail erforschte, aber seit langem empirisch bewährte Therapieansätze vermittelt, mit denen wir den kranken Menschen Hoffnung, Linderung und vielleicht sogar Heilung bringen könnten. Wenn diese Heilkunst noch dazu einfach zu handhaben ist, kaum Nebenwirkungen aufweist, den Menschen individuell und konstitutionell differenziert betrachtet und mit einem vernünftigen Preis-Leistungs-Verhältnis versehen ist, so sind geradezu ideale Voraussetzungen verwirklicht.“

Der AYURVEDA bietet alle Voraussetzungen – auch und gerade in Deutschland – eine solche Heilkunst zu werden.

Vor solchen Argumenten und den Zeichen der Zeit sollten wir die Augen nicht verschließen. Der Paradigmenwechsel der Medizin ist im Gange!

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