Onkologie in Kombination mit AYURVEDA, Verbesserung vom Immunsystem durch Pancakarma-Therapie bei onkologischen Patienten
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Immunsystem

Onkologie in Kombination mit AYURVEDA
Verbesserung vom Immunsystem durch Pancakarma-Therapie
bei onkologischen Patienten

Immunsystem - Grundproblematik und Fragestellung
Als Folge der Krankheit, der Operation und Narkose, der adjuvanten Therapie (Chemotherapie) entstehen bei den Krebspatienten zahlreiche Symptome wie: Depressionen, Angstzustände, Schlafstörungen, akute bis chronische Infektionen des oberen respiratorischen Traktes, Durchfall, reduzierter Appetit, Mucositis, Hauterythem bis Hautnekrosen. Dieses komplexe Leiden wird durch hämatologische Veränderungen wie Leukopenie, Thromboenie und Anämie, kompliziert, was eine Verschlechterung des Immunsystem s bedeutet (B-, T-Lymphozyten, T-Supressorzellen, T-Helferzellen, natürliche Killerzellen).
Durch die Pancakarma-Therapie wird bei den onkologischen Patienten eine Besserung des Immunsystem s und entsprechend eine Besserung der klinischen Symptomatik und der Lebensqualität erzielt.

Immunsystem - Patienten und Methodik

Bei den unselektiert konsekutiv mit Pancakarma-Therapie behandelten Patienten wird bei der Aufnahme und nach zwei Wochen ein Immunstatus bzw. Lymphozytendifferenzierungstest durchgeführt.Immunsystem - Zusammenfassung

Aufgrund unserer Erfahrung wird eine Verbesserung des Immunstatus bei onkologischen Patienten, die ein Pancakarma-Heilverfahren durchgeführt haben erreicht und durch Fallbeispiele vorgestellt.

Bei Krebspatienten wurde eine sog. Statusuntersuchung des Immunsystem s durchgeführt. Es handelt sich um einen Lymphozytendifferenzierungstest, mittels einer Durchflußzytometrie des Bekton Dickinson Immuno System. Mit dem Test werden sowohl prozentual als auch absolut, die Zahl der Lymphozyten, T-Lymphozyten (Timuslymphozyten), B-Lymphozyten, T-Supressorzellen (hemmende Zellen), T-Helferzellen, natürliche Killerzellen ermittelt, sowie die sog. Ratio (das Verhältnis zwischen T-Helfer-Zellen und T-Supressorzellen) ermittelt. Seit kurzem können wir auch die Zahl der aktiven natürlichen Killerzellen bestimmen.
Im klinischen Kontext wird der Immunstatus für jeden Patienten im Zusammenhang mit seiner Geschichte, mit seiner Infektanamnese, Stoffwechselstörung, durchgeführte Operationen, Chemotherapie, Bestrahlungen, psychische Lage usw. interpretiert.

Eine rasche und für das klinische Bild geeignete Besserung des Immunsystem s haben wir bei den Krebspatienten durch ein Pancakarma-Heilverfahren erzielen können. Wir stellen vier Fallbeispiele, die deutlich die Besserung des Immunsystem s unter Durchführung des Pancakarma-Heilverfahrens illustrieren, vor. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Besserung des Immunsystem s vollständig einer Besserung der Lebensqualität des Patienten und einer Besserung der klinischen Situation korreliert.

Das Immunsystem und AYURVEDA (Pancakarma)

Was ist Pancakarma?

Dies ist eine fünffache Reinigungstherapie, eine spezielle ayurvedische Behandlungsform.

Immunsystem - Die fünf Reinigungstherapieverfahren sind:

1.      Vamana

2.      Virecana

3.      Basi

4.      Nasya

5.      Rakta Mokshana

Immunsystem - Wie wirkt das Pancakarma-Heilverfahren?

Bekannt ist, dass Tag und Nacht sowie während des Verdauungsprozesses die Doshas aus dem Gewebe in den Verdauungstrakt gelangen. Der Körper versucht, unerwünschte Substanzen mit Hilfe dieser wichtigsten Absonderungen des Magen-Darm-Traktes auf natürliche Weise loszuwerden. Die Doshas werden hauptsächlich in bestimmten Teilen des Magen-Darm-Traktes abgegeben: im Magen (Kapha), im Dünndarm (Pitta) und im Dickdarm (Vata). Dieser natürliche Vorgang der Bildung der Doshas in bestimmten Teilen des Magen-Darm-Traktes wird durch Pancakarma verstärkt. Das führt dazu, dass überschüssige Doshas aus der Peripherie des Körpers wirkungsvoll ausgeleitet werden.

Immunsystem - Was sind die Ziele des Pancakarma?

·         Verbesserung bzw. Normalisierung des Immunsystems

·         Erhaltung der Gesundheit

·         Behandlung von Krankheiten

Verbesserungsmöglichkeiten des Immunsystem s durch Pancakarma

Die Pancakarma-Therapie dauert in der Regel zwei Wochen. In den ersten Tagen werden Gheeeinnahmen angeboten (Ghee = geklärte Butter) in einer bestimmten ansteigenden Menge, mit einer gezielten begleitenden vegetarischen Kost (je nach ärztlicher Verordnung). Nach einer Pause, gewöhnlich 24 Stunden, wird ein pflanzliches Abführmittel empfohlen, das je nach Konstitutionstyp und Beschwerden, zu einem sanften oder etwas drastischen Abführen führt. Nach gewöhnlich zwei Tagen werden sog. Basti (Darmeinläufe) durchgeführt. Die Formkost wird nach dem Konstitutionstyp Vata, Pitta oder Kapha bestimmt. Begleitend werden verschiedene physikalische Behandlungen dem Konstitutionstyp entsprechend durchgeführt, wie z.B. Abhyanga (Synchronmassage), Svedana (Kräuterdampfbad mit ayurvedischen Heilpflanzen), Pizzichil (königliches Ölbad-Synchronmassage unter fließendem Öl), Shirodara (spezielle vegetativ ausgleichende Öl-Stirnanwendung) etc. (siehe auch unseren Beitrag Ayurveda-Kuren)

Den Patienten werden neben den klassischen anamnesischen, diagnostischen Möglichkeiten verschiedene Entspannungsverfahren wie Gespräch zur Diagnose, tägliche Visite, Pulsdiagnose, Yogaübungen, Singen, stützende Gesprächstherapie, Krankengymnastik einzeln und Gruppenbehandlung angeboten nd alles in einer positiven, affektiv günstigen und besonderen Atmosphäre durch ein speziell geschultes Personal.

Vor der Durchführung der Pancakarma-Therapie werden beiden Krebspatienten ein Immunstatus-Test durchgeführt (absolute Zahlbestimmung der B-Lymphozyten, T-Lymphozyten, T-Supressorzellen, T-Helferzellen, natürliche Killerzellen, das Verhältnis zwischen Helferzellen und Supressorzellen, sog. Ratio). Bei gestörtem Immunsystem wurde beobachtet, dass bei den Patienten, die eine Pancakarma-Therapie abgeschlossen haben, bei der Entlassung (nach zwei Wochen) ein verbesserter oder normalisierter Immunstatus vorlag.

Es werden hier 4 onkologische Fälle nach Durchführung eines Pancakarma-Heilverfahrens vorgestellt, bezüglich einer Besserung oder Normalisierung der Immunlage. Es fällt auf, dass bei allen vorgestellten Patienten vor der Pancakarma-Therapie die absolute Zahl oder die prozentuale Zahl von bestimmten Lymphozyten-Subpopulationen im pathologischen Bereich lagen. Nachdem die Patienten die Therapie abgeschlossen haben, sind die Werte normalisiert.
Mir ist keine andere Therapieart bekannt bezüglich einer so raschen Normalisierung des Immunsystem s.

Bei HIV-Patienten handelt es sich um eine Viruserkrankung und die Senkung der T-Helferzellen stellt ein charakteristisches, immunologisches Bild dar.

Bei unseren onkologischen Patienten wird die Immunabwehrlage durch vielfältige Faktoren gestört wie z.B. Operation, Narkose, die Krankheit selbst, Bestrahlungen, Chemotherapie, psychische Belastungen. Unter der Pancakarma-Therapie werden nicht nur die T-Helferlymphozyten im selben Umfang gebessert oder normalisiert, sondern auch alle anderen Werte der Lymphozytendifferenzierung.

Nachfolgend noch einige weitere Fallschilderungen von Patienten, die eine besondere Besserung des Immunsystem s nach Durchführung eines Pancakarma-Heilverfahrens erlebt haben:

Fallbeispiel 1: Verbesserung des Immunsystem s durch AYURVEDA

Frau G., 48 Jahre alt, seit Juli 96 an Mamma-Ca. erkrankt. Am 10.7.1996 wurde bei ihr eine totale Mastektomie durchgeführt. Anschließend Chemotherapie und Bestrahlung. Klinisch wirkt die Patientin sehr depressiv (selbige hat ein Buch mit psychologischem Thema veröffentlicht). Bei der Aufnahme klagte die Patientin über verschiedene Symptome und Beschwerden infolge der Chemotherapie und Bestrahlung. Der Immunstatus zeigte eine Reduzierung der Z-Lymphozyten um 500(cu mm, einen Abfall der T-Helferzellen-Aktivität unter 400/ml, gleichzeitig eine erniedrigte Zahl der Natürlichen Killerzellen.
10/97 Normalisierung aller Werte mit entsprechender deutlicher Besserung der klinischen Symptomatik. Es ist zu bemerken, dass die Patientin nach dem Pancakarma-Heilverfahren über keinerlei Symptomatik im Rahmen ihrer depressiven Verstimmung geklagt hat.

Fallbeispiel 2: Verbesserung des Immunsystem s durch AYURVEDA

Frau K.H.B., 52 Jahre alt, Zustand nach operiertem Mamma-Ca., Z. n. Chemotherapie.
Als Folge der Krankheit und der Chemotherapie zeigte der Immunstatus (Lymphozytendifferenzierungstest) im Juni 1996 eine ausgesprochenen erhöhte T-Supressorzellen-Aktivität – als absolute Zellenzahl deutlich über der Norm.
Nach dem Pancakarma-Heilverfahren im Juli 1996 hat sich der Immunstatus vollständig normalisiert. Übereinstimmend mit dem Immunstatus bei der Entlassung 9/97 hat sich die ehemals beklagte Symptomatik (wie Müdigkeit, reduzierte Leistungsfähigkeit, Tinnitus, Morgensteife in den Gelenken, depressive Zustände, Belastungsdyspnoe, Verspannung der Muskulatur der HWS und BWS) wesentlich gebessert.

Fallbeispiel 3: Verbesserung des Immunsystem s durch AYURVEDA

Die Patientin, Frau J. L., 63 Jahre alt, Zustand nach brusterhaltend operiertem Mamma-Carzinom links, Zustand nach Bestrahlungen und fortlaufender antiöstrogener Therapie mit Tamoxifen, 30mg/tag. Zustand nach Nephrektomie rechts wegen Nephrolithiasis, Carpaltunnelsyndrom, chron. pallindromer Rheumatismus, Zustand nach Cholezystektomie. Die polymorbide Patientin hatte bei der Aufnahme eine ausgesprochen schlechte Immunlage: deutliche Reduzierung der T-Lymphozyten-Zahl, erniedrigte, im pathologischen Bereich befindliche, T-Helfer-Zahl.
Nach Durchführung des Pancakarma-Heilverfahrens 10/97, nach 15 Tagen Behandlung, kam es zu einer Normalisierung des Immunstatus und reaktiv sogar zu einer leichten Erhöhung der T-Lymphozyten-Zahl.

Fallbeispiel 4: Verbesserung des Immunsystem s durch AYURVEDA

Frau H. M. ist 41 Jahre alt und wurde im Sept. 1995 wegen eines Mamma-Ca. brusterhaltend operiert. Es handelte sich histologisch um einmultifokales, solides Carzinom, so dass ein erhöhtes Lokalrezidiv angenommen werden musste. Es wäre daher eine Mastektomie indiziert gewesen, was Frau M. jedoch ablehnte. Im weiteren Verlauf nach der OP, folgte die adjuvante Radio- und Chemotherapie von Sept. 1995-Mai 1996.
Im Juli 1996 stellte die Hausärztin eine verminderte Lymphozyten-Zahl im peripheren Blut auf 800 Zellen (Norm 1000-4800 ml) fest. Diese Verringerung der Abwehzellen kann eine der üblichen Folgen der Bei Frau M. bis Mai durchgeführten Chemotherapie und Bestrahlung darstellen. Bei der Lymphozyten-Differenzierung fand sich eine Verminderung der T-Lymphozyten auf 490 ml(Norm 900-2650) und der T4-Helferzellen auf 280 ml (Norm 500-1340).
Der stat. Aufenthalt in unserer Klinik dauerte von Ende Juli-Ende Aug. 1996. Im Rahmen des komplexen kombinierten Therapieplanes wurde ein Pancakarma-Heilverfahren durchgeführt. Kurz vor der Entlassung am 22.8. erfolgte eine Kontrolle der Lymphozyten-Diff., und es fand sich eine Normalisierung sowohl der T-Lymphozyten als auch der T4-Helferzellen. Man kann annehmen, dass durch die „Reinigungsverfahren“ bzw. Ausleitung und Entgiftung während des Pancakarma-Verfahrens die Erholung bzw. die Regeneration des Immunsystems stattfinden konnte. Diese Annahme wurde durch weiteren Verlauf bestätigt.
Im Juni 97 trat eine Verschlechterung des Immunstatus auf: T-Lymphozyten 580 ml, T-Helferzellen 280 ml. Im Nov. 1997 zeigte sich erneut eine Verschlechterungstendenz: T-Lymphozyten 530 ml, T-Helferzellen 240 ml. Entsprechend ihrer guten Erfahrung mit einem Pancakarma-Heilverfahren entschloss sich Frau M. zu einer Wiederholung der stat. Maßnahmen und war von Ende Dez. 1997 – Mitte Jan. 1998 in unserem Hause. Wiederum konnte eine Normalisierung des zellulären Immunstatus festgestellt werden.
Diese Beobachtung bestätigt die Annahme, dass pathologische Immun-Verhältnisse, auch mit milden, natürlichen Methoden wie z.B. durch ein Pancakarma-Heilverfahren gebessert werden können.

Eine Besonderheit des Pancakarma-Heilverfahrens ist eine tiefgreifende Wirkung auf Körper und Seele, obwohl häufig nur ein Zeitraum von 14 Tagen bis 3 Wochen zur Behandlung benötigt wird.
Der Fall von Frau M. zeigt uns auch, dass in bestimmten Fällen ein Reinigungsverfahren wie das Pancakarma-Heilverfahren in häufigeren Abständen (z.B. halbjährig) durchgeführt werden sollte.
Worauf die Schwächung des Immunsystem s bei Frau M. letztendlich beruht, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Im Zusammenhang mit der histologischen Art des Krebses muss jedoch bei dieser Konstellation mit einer erhöhten Rezidivgefahr gerechnet werden. Es sollte daher in allen ähnlich gelagerten Fällen versucht werden, soweit wie möglich das Immunsystem in optimale Funktion zu versetzen. Bei den vielen zur Verfügung stehenden Methoden hat sich das Pancakarma-Heilverfahren gut bewährt, und es erreicht auch eine hohe Akzeptanz bei den Patienten.

Immunsystem - Diskussion, Schlussfolgerung:

Die hervorragende und schnelle Besserung der gestörten Immunlage bei Krebs-Patienten durch ein Pancakarma-Heilverfahren kann hypothetisch durch eine Mobilisierung der supprimierten Immunkräfte erklärt werden.
Aus der Sicht der patho-physiologischen Phänomene wirkt ein Pancakarma-Heilverfahren bipolar durch 2 Mechanismen:

1)   Die Literatur des letzten Jahrzehntes und besonders die Arbeiten von Prof. Kargan (Los Angeles) in der früheren Zeit zeigen, die Bedeutung des Darmes für das Immunsystem. Der Darm ist durch das mucosa-assoziierte lymphatische Gewebe (MALT) mit zahlreichen Organen immunologisch verbunden. Bei der Vermittlung während einer intestinalen Reaktion interagieren diese Organe durch hin- und zurückwandernde Zellen. Dieses „trafficking“ ist sehr stark abhängig von einer spezifischen Ligandrezeptor-Interaktion. Ein Ausfall des protektiven MALT führt zu einer Dysreaktion dieser Organe auf Stimuli der Umgebung (Antigene, Bakterien, Toxine, Allergene) und damit zu schweren Symptomen und Erkrankungen. Der Darm weist eine komplexe Physiologie auf und hat, wie die verschiedenen Tiermodelle gezeigt haben, den Schlüssel zur Kontrolle von zahlreichen, metikulösen Regulationen diverser Zellpopulationen, die die cytokine Antwort auf die luminalen Stimuli kontrollieren. Weiterhin besteht eine Kommunikation auf der Ebene zahlreicher Zellpopulationen, d. h. sowohl der Mastzellen als auch der Myofibroblasten, mit dem neuro-endokrinen System und somit erscheint eine bidirektionale „Verständigung“ als wahrscheinlich. Neben bakteriellen Mechanismen gibt es auch andere nicht-bakterielle für die Kommunikation zwischen Darm und anderen Organen.
Zahlreiche Modelle zeigen, dass von T-Zellen produzierte Autoantikörper vom Darm ausgehen, im Darm aktiviert werden können und eine Art systemischer Manifestationen induzieren. Prof. Kargan geht weiter und spricht über mögliche, zahlreiche Regulationen von T-Zell-Antwort-Arten, zahlreiche Cytokinprofile, die als potentielle Kreuzantigene zahlreiche pathologische Bedingungen erzeugen können.
Es ist möglich, dass durch ein Pancakarma-Heilverfahren bzw. durch die Ghee-Einnahme, durch die vegetarische Kost und durch die hypokalorische, warme Diät ein rasches Immmunzell- „trafficking“ ausgelöst wird.

2)   Bekannt ist, dass alle immunologisch bedeutsamen Organe des Menschen – wie etwa Thymus, Milz, Lymphknoten und Knochenmark – durch das autonome Nervensystem innerviert werden. Über die funktionelle Bedeutung dieser Innervation ist erst wenig bekannt, jedoch stützen neuere  Experimente die These, dass das autonome Nervensystem regulatorische Einflüsse auf die lymphatischen Organe ausübt. So konnte gezeigt werden, dass durch sympathische Nervenfasern inhibitorische Effekte auf Immunreaktionen vermittelt werden. Führt man etwa im Tierexperiment eine Denervierung der Milz durch, so kommt es zu einer Stimulation von Immunreaktionen, welche offenbar auf den Wegfall inhibitorischer Einflüsse beruht. Umgekehrt lässt sich nach Applikation Alpha-Adrenergen-Agonisten eine Immunsuppression demonstrieren. Dass es sich hierbei keineswegs um einseitige Prozesse handelt, sondern um eine wechselseitige (bidirektionale) Beeinflussung, geht u. a. aus dem Absinken des Noradrenalin-Gehaltes der Milz nach Immunisierung von Versuchstieren mit einem Standard-Antigen (z.B. Schaf-Erythrozyten) hervor. Weitere Hinweise auf die enge Verflechtung von Nerven- und Immun-System verdanken wir dem Einsatz moderner Techniken der Immun-Histochemie. Beispielsweise finden sich Noradrenergen-Rezeptoren, vorzugsweise Beta-Rezeptoren, in Lymphknoten, was als weiterer Hinweis auf eine regulatorische Funktion des Noradrenergen-Systems bei der Lymphozyten-Aktivität und möglicherweise auch bei der Lymphozyten-Reifung gewertet werden kann. Einige Autoren nehmen an, dass humorale Immun-Antwort stimuliert werden kann, indem die Aktivität von T8-Supressorzellen durch ß-Adrenergen-Impulse gehemmt wird. Außerdem wurde die praktische Relevanz der Wechselwirkung zwischen Zentralnervensystem und Immunsystem in klassischen Konditionierungsexperimenten demonstriert. Im Zusammenhang mit besonders therapieresistenten Erkrankungen wie z. B. Krebsleiden wird in der letzten Zeit die Bedeutung der individuellen Krankheits-Verarbeitung (Coping) lebhaft diskutiert. Man postuliert einen direkten Zusammenhang zwischen der psychischen Krankheits-Verarbeitung des Patienten und der Krankheits-Prognose und dies wird auf psychoimmunologische Mechanismen zurückgeführt. Mit diesen Kenntnissen und Hypothesen wurde die Psycho-Immunologie bzw. die Psycho-Onkologie geboren. Durch ein Pancakarma-Heilverfahren, durch die klinische Atmosphäre, durch die permanente Information und Kommunikation, auch der Patienten untereinander, Singen, Entspannungsübungen usw. ist es möglich, dass das autonome Immunsystem rasch beeinflusst werden kann und somit eine Modulierung der Lymphozyten-Funktion erfolgt.

Immunsystem - Zusammenfassend:
Durch ein Pancakarma-Heilverfahren wird eine Verbesserung bzw. Normalisierung des gestörten Immunsystem s bei Krebs-Patienten erzielt.
Hypothetisch kann die Besserung des Immunsystems infolge des Pancakarma-Heilverfahrens erklärt werden sowohl durch die direkte Beeinflussung der Mobilisation der Lymphozyten im Darm als auch durch Herstellung eines Gleichgewichtes zwischen autonomem Nervensystem und Immunsystem.

Dr. medic. N. Mihai
Funktionsoberarzt der Onkologischen Abteilung      

(Dr. Kalyani Chopra, Leitende Ärztin der Ayurveda-Klinik Kassel)

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