


Grundproblematik und
Fragestellung
Als Folge der Krankheit, der Operation und Narkose, der adjuvanten
Therapie (Chemotherapie) entstehen bei den Krebspatienten
zahlreiche Symptome wie: Depressionen, Angstzustände,
Schlafstörungen, akute bis chronische Infektionen des oberen
respiratorischen Traktes, Durchfall, reduzierter Appetit,
Mucositis, Hauterythem bis Hautnekrosen. Dieses komplexe Leiden
wird durch hämatologische Veränderungen wie Leukopenie, Thromboenie
und Anämie, kompliziert, was eine Verschlechterung der Immunlage
bedeutet (B-, T-Lymphozyten, T-Supressorzellen, T-Helferzellen,
natürliche Killerzellen).
Durch die Pancakarma-Therapie wird bei den onkologischen Patienten
eine Besserung der Immunlage und entsprechend eine Besserung der
Immunlage und entsprechend eine Besserung der klinischen
Symptomatik und der Lebensqualität erzielt.
Patienten und Methodik Bei den unselektiert konsekutiv mit
Pancakarma-Therapie behandelten Patienten wird bei der Aufnahme und
nach zwei Wochen ein Immunstatus bzw.
Lymphozytendifferenzierungstest durchgeführt.
Zusammenfassung
Aufgrund unserer Erfahrung wird eine Verbesserung des Immunstatus
bei onkologischen Patienten, die ein Pancakarma-Heilverfahren
durchgeführt haben erreicht und durch Fallbeispiele
vorgestellt.
Bei Krebspatienten wurde eine sog. Immunstatusuntersuchung
durchgeführt. Es handelt sich um einen
Lymphozytendifferenzierungstest, mittels einer Durchflußzytometrie
des Bekton Dickinson Immuno System. Mit dem Test werden sowohl
prozentual als auch absolut, die Zahl der Lymphozyten,
T-Lymphozyten (Timuslymphozyten), B-Lymphozyten,
T-Supressorzellen (hemmende Zellen), T-Helferzellen, natürliche
Killerzellen ermittelt, sowie die sog. Ratio (das Verhältnis
zwischen T-Helfer-Zellen und T-Supressorzellen) ermittelt. Seit
kurzem können wir auch die Zahl der aktiven natürlichen
Killerzellen bestimmen.
Im klinischen Kontext wird der Immunstatus für jeden Patienten im
Zusammenhang mit seiner Geschichte, mit seiner Infektanamnese,
Stoffwechselstörung, durchgeführte Operationen, Chemotherapie,
Bestrahlungen, psychische Lage usw. interpretiert.
Eine rasche und für das klinische Bild geeignete Besserung der
Immunlage haben wir bei den Krebspatienten durch ein
Pancakarma-Heilverfahren erzielen können. Wir stellen vier
Fallbeispiele, die deutlich die Besserung der Immunlage unter
Durchführung des Pancakarma-Heilverfahrens illustrieren, vor.
Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Besserung der Immunlage
vollständig einer Besserung der Lebensqualität des Patienten und
einer Besserung der klinischen Situation korreliert.
Schlüsselwörter
Krebserkrankung, Pancakarma-Heilverfahren, Immunstatus,
Lymphozytendifferenzierungstest, T-Lymphozyten, B- Lymphozyten,
T-Supressorzellen, T-Helferzellen, natürliche Killerzellen,
Lebensqualität
Was ist Pancakarma?
Dies ist eine fünffache Reinigungstherapie, eine spezielle ayurvedische Behandlungsform.
Die fünf Reinigungstherapieverfahren sind:
1. Vamana
2. Virecana
3. Basi
4. Nasya
5. Rakta Mokshana
Wie wirkt das Pancakarma-Heilverfahren?
Bekannt ist, dass Tag und Nacht sowie während des
Verdauungsprozesses die Doshas aus dem Gewebe in den
Verdauungstrakt gelangen. Der Körper versucht, unerwünschte
Substanzen mit Hilfe dieser wichtigsten Absonderungen des
Magen-Darm-Traktes auf natürliche Weise loszuwerden. Die Doshas
werden hauptsächlich in bestimmten Teilen des Magen-Darm-Traktes
abgegeben: im Magen (Kapha), im Dünndarm (Pitta) und im Dickdarm
(Vata). Dieser natürliche Vorgang der Bildung der Doshas in
bestimmten Teilen des Magen-Darm-Traktes wird durch Pancakarma
verstärkt. Das führt dazu, dass überschüssige Doshas aus der
Peripherie des Körpers wirkungsvoll ausgeleitet werden.
Was sind die Ziele des Pancakarma?
· Verbesserung bzw. Normalisierung der Immunsituation
· Erhaltung der Gesundheit
· Behandlung von Krankheiten
Verbesserungsmöglichkeiten des Immunsystems durch
Pancakarma
Die Pancakarma-Therapie dauert in der
Regel zwei Wochen. In den ersten Tagen werden Gheeeinnahmen
angeboten (Ghee = geklärte Butter) in einer bestimmten ansteigenden
Menge, mit einer gezielten begleitenden vegetarischen Kost (je nach
ärztlicher Verordnung). Nach einer Pause, gewöhnlich 24 Stunden,
wird ein pflanzliches Abführmittel empfohlen, das je nach
Konstitutionstyp und Beschwerden, zu einem sanften oder etwas
drastischen Abführen führt. Nach gewöhnlich zwei Tagen werden sog.
Basti (Darmeinläufe) durchgeführt. Die Formkost wird nach dem
Konstitutionstyp Vata, Pitta oder Kapha bestimmt. Begleitend werden
verschiedene physikalische Behandlungen dem Konstitutionstyp
entsprechend durchgeführt, wie z.B. Abhyanga (Synchronmassage),
Svedana (Kräuterdampfbad mit ayurvedischen Heilpflanzen), Pizzichil
(königliches Ölbad-Synchronmassage unter fließendem Öl), Shirodara
(spezielle vegetativ ausgleichende Öl-Stirnanwendung) etc.
Den Patienten werden neben den klassischen anamnesischen, diagnostischen Möglichkeiten verschiedene Entspannungsverfahren wie Gespräch zur Diagnose, tägliche Visite, Pulsdiagnose, Yogaübungen, Singen, stützende Gesprächstherapie, Krankengymnastik einzeln und Gruppenbehandlung angeboten und alles in einer positiven, affektiv günstigen und besonderen Atmosphäre durch ein speziell geschultes Personal.
Vor der Durchführung der Pancakarma-Therapie werden bei den Krebspatienten ein Immunstatus-Test durchgeführt (absolute Zahlbestimmung der B-Lymphozyten, T-Lymphozyten, T-Supressorzellen, T-Helferzellen, natürliche Killerzellen, das Verhältnis zwischen Helferzellen und Supressorzellen, sog. Ratio). Bei gestörter Immunlage wurde beobachtet, dass bei den Patienten, die eine Pancakarma-Therapie abgeschlossen haben, bei der Entlassung (nach zwei Wochen) ein verbesserter oder normalisierter Immunstatus vorlag.
Es werden hier 4 onkologische Fälle nach Durchführung eines
Pancakarma-Heilverfahrens vorgestellt, bezüglich einer Besserung
oder Normalisierung der Immunlage. Es fällt auf, dass bei allen
vorgestellten Patienten vor der Pancakarma-Therapie die absolute
Zahl oder die prozentuale Zahl von bestimmten
Lymphozyten-Subpopulationen im pathologischen Bereich lagen.
Nachdem die Patienten die Therapie abgeschlossen haben, sind die
Werte normalisiert.
Mir ist keine andere Therapieart bekannt bezüglich einer so raschen
Normalisierung der Immunlage.
Bei HIV-Patienten handelt es sich um eine Viruserkrankung und die Senkung der T-Helferzellen stellt ein charakteristisches, immunologisches Bild dar.
Bei unseren onkologischen Patienten wird die Immunabwehrlage durch vielfältige Faktoren gestört wie z.B. Operation, Narkose, die Krankheit selbst, Bestrahlungen, Chemotherapie, psychische Belastungen. Unter der Pancakarma-Therapie werden nicht nur die T-Helferlymphozyten im selben Umfang gebessert oder normalisiert, sondern auch alle anderen Werte der Lymphozytendifferenzierung.
Nachfolgend noch einige weitere Fallschilderungen von Patienten, die eine besondere Besserung der Immunlage nach Durchführung eines Pancakarma-Heilverfahrens erlebt haben:
Frau G., 48 Jahre alt, seit Juli 96 an Mamma-Ca. erkrankt. Am
10.7.1996 wurde bei ihr eine totale Mastektomie durchgeführt.
Anschließend Chemotherapie und Bestrahlung. Klinisch wirkt die
Patientin sehr depressiv (selbige hat ein Buch mit psychologischem
Thema veröffentlicht). Bei der Aufnahme klagte die Patientin über
verschiedene Symptome und Beschwerden infolge der Chemotherapie und
Bestrahlung. Der Immunstatus zeigte eine Reduzierung der
Z-Lymphozyten um 500(cu mm, einen Abfall der
T-Helferzellen-Aktivität unter 400/ml, gleichzeitig eine
erniedrigte Zahl der Natürlichen Killerzellen.
10/97 Normalisierung aller Werte mit entsprechender deutlicher
Besserung der klinischen Symptomatik. Es ist zu bemerken, dass die
Patientin nach dem Pancakarma-Heilverfahren über keinerlei
Symptomatik im Rahmen ihrer depressiven Verstimmung geklagt
hat.
Frau KHB, 52 Jahre alt, Zustand nach operiertem Mamma-Ca., Z. n.
Chemotherapie.
Als Folge der Krankheit und der Chemotherapie zeigte der
Immunstatus (Lymphozytendifferenzierungstest) im Juni 1996 eine
ausgesprochenen erhöhte T-Supressorzellen-Aktivität – als absolute
Zellenzahl deutlich über der Norm.
Nach dem Pancakarma-Heilverfahren im Juli 1996 hat sich der
Immunstatus vollständig normalisiert.
Übereinstimmend mit dem Immunstatus bei der Entlassung 9/97 hat
sich die ehemals beklagte Symptomatik (wie Müdigkeit, reduzierte
Leistungsfähigkeit, Tinnitus, Morgensteife in den Gelenken,
depressive Zustände, Belastungsdyspnoe, Verspannung der Muskulatur
der HWS und BWS) wesentlich gebessert.
Die Patientin, Frau J. L., 63 Jahre alt, Zustand nach
brusterhaltend operiertem Mamma-Carzinom links, Zustand nach
Bestrahlungen und fortlaufender antiöstrogener Therapie mit
Tamoxifen, 30mg/tag. Zustand nach Nephrektomie rechts wegen
Nephrolithiasis, Carpaltunnelsyndrom, chron. pallindromer
Rheumatismus, Zustand nach Cholezystektomie. Die polymorbide
Patientin hatte bei der Aufnahme eine ausgesprochen schlechte
Immunlage: deutliche Reduzierung der T-Lymphozyten-Zahl,
erniedrigte, im pathologischen Bereich befindliche,
T-Helfer-Zahl.
Nach Durchführung des Pancakarma-Heilverfahrens 10/97, nach 15
Tagen Behandlung, kam es zu einer Normalisierung des Immunstatus
und reaktiv sogar zu einer leichten Erhöhung der
T-Lymphozyten-Zahl.
Frau H.M. ist 41 Jahre alt und wurde im Sept. 1995 wegen eines
Mamma-Ca. brusterhaltend operiert. Es handelte sich histologisch um
einmultifokales, solides Carzinom, so dass ein erhöhtes
Lokalrezidiv angenommen werden musste. Es wäre daher eine
Mastektomie indiziert gewesen, was Frau M. jedoch ablehnte. Im
weiteren Verlauf nach der OP, folgte die adjuvante Radio- und
Chemotherapie von Sept. 1995-Mai 1996.
Im Juli 1996 stellte die Hausärztin eine verminderte
Lymphozyten-Zahl im peripheren Blut auf 800 Zellen (Norm 1000-4800
ml) fest. Diese Verringerung der Abwehzellen kann eine der üblichen
Folgen der Bei Frau M. bis Mai durchgeführten Chemotherapie und
Bestrahlung darstellen. Bei der Lymphozyten-Differenzierung fand
sich eine Verminderung der T-Lymphozyten auf 490 ml(Norm 900-2650)
und der T4-Helferzellen auf 280 ml (Norm 500-1340).
Der stat. Aufenthalt in unserer Klinik dauerte von Ende Juli-Ende
Aug. 1996. Im Rahmen des komplexen kombinierten Therapieplanes
wurde ein Pancakarma-Heilverfahren durchgeführt. Kurz vor der
Entlassung am 22.8. erfolgte eine Kontrolle der Lymphozyten-Diff.,
und es fand sich eine Normalisierung sowohl der T-Lymphozyten als
auch der T4-Helferzellen. Man kann annehmen, dass durch die
„Reinigungsverfahren“ bzw. Ausleitung und Entgiftung während des
Pancakarma-Verfahrens die Erholung bzw. die Regeneration des
Immunsystems stattfinden konnte. Diese Annahme wurde durch weiteren
Verlauf bestätigt.
Im Juni 97 trat eine Verschlechterung des Immunstatus auf:
T-Lymphozyten 580 ml, T-Helferzellen 280 ml. Im Nov. 1997 zeigte
sich erneut eine Verschlechterungstendenz: T-Lymphozyten 530 ml,
T-Helferzellen 240 ml. Entsprechend ihrer guten Erfahrung mit einem
Pancakarma-Heilverfahren entschloss sich Frau M. zu einer
Wiederholung der stat. Maßnahmen und war von Ende Dez. 1997 – Mitte
Jan. 1998 in unserem Hause. Wiederum konnte eine Normalisierung des
zellulären Immunstatus festgestellt werden.
Diese Beobachtung bestätigt die Annahme, dass pathologische
Immun-Verhältnisse, auch mit milden, natürlichen Methoden wie z.B.
durch ein Pancakarma-Heilverfahren gebessert werden können.
Eine Besonderheit des Pancakarma-Heilverfahrens ist eine
tiefgreifende Wirkung auf Körper und Seele, obwohl häufig nur ein
Zeitraum von 14 Zagen bis 3 Wochen zur Behandlung benötigt
wird.
Der Fall von Frau M. zeigt uns auch, dass in bestimmten Fällen ein
Reinigungsverfahren wie das Pancakarma-Heilverfahren in häufigeren
Abständen (z.B. halbjährig) durchgeführt werden sollte.
Worauf die Schwächung des Immunsystems bei Frau M. letztendlich
beruht, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Im Zusammenhang
mit der histologischen Art des Krebses muss jedoch bei dieser
Konstellation mit einer erhöhten Rezidivgefahr gerechnet werden. Es
sollte daher in allen ähnlich gelagerten Fällen versucht werden,
soweit wie möglich das Immunsystem in optimale Funktion zu
versetzen. Bei den vielen zur Verfügung stehenden Methoden hat sich
das Pancakarma-Heilverfahren gut bewährt, und es erreicht auch eine
hohe Akzeptanz bei den Patienten.
Diskussion, Schlussfolgerung:
Die hervorragende und schnelle Besserung der gestörten Immunlage
bei Krebs-Patienten durch ein Pancakarma-Heilverfahren kann
hypothetisch durch eine Mobilisierung der supprimierten Immunkräfte
erklärt werden.
Aus der Sicht der patho-physiologischen Phänomene wirkt ein
Pancakarma-Heilverfahren bipolar durch 2 Mechanismen:
1) Die Literatur des letzten
Jahrzehntes und besonders die Arbeiten von Prof. Kargan (Los
Angeles) in der früheren Zeit zeigen, die Bedeutung des Darmes für
das Immunsystem. Der Darm ist durch das mucosa-assoziierte
lymphatische Gewebe (MALT) mit zahlreichen Organen immunologisch
verbunden. Bei der Vermittlung während einer intestinalen Reaktion
interagieren diese Organe durch hin- und zurückwandernde Zellen.
Dieses „trafficking“ ist sehr stark abhängig von einer spezifischen
Ligandrezeptor-Interaktion. Ein Ausfall des protektiven MALT führt
zu einer Dysreaktion dieser Organe auf Stimuli der Umgebung
(Antigene, Bakterien, Toxine, Allergene) und damit zu schweren
Symptomen und Erkrankungen. Der Darm weist eine komplexe
Physiologie auf und hat, wie die verschiedenen Tiermodelle gezeigt
haben, den Schlüssel zur Kontrolle von zahlreichen, metikulösen
Regulationen diverser Zellpopulationen, die die cytokine Antwort
auf die luminalen Stimuli kontrollieren. Weiterhin besteht eine
Kommunikation auf der Ebene zahlreicher Zellpopulationen, d. h.
sowohl der Mastzellen als auch der Myofibroblasten, mit dem
neuro-endokrinen System und somit erscheint eine bidirektionale
„Verständigung“ als wahrscheinlich. Neben bakteriellen Mechanismen
gibt es auch andere nicht-bakterielle für die Kommunikation
zwischen Darm und anderen Organen.
Zahlreiche Modelle zeigen, dass von T-Zellen produzierte
Autoantikörper vom Darm ausgehen, im Darm aktiviert werden können
und eine Art systemischer Manifestationen induzieren. Prof. Kargan
geht weiter und spricht über mögliche, zahlreiche Regulationen von
T-Zell-Antwort-Arten, zahlreiche Cytokinprofile, die als
potentielle Kreuzantigene zahlreiche pathologische Bedingungen
erzeugen können.
Es ist möglich, dass durch ein Pancakarma-Heilverfahren bzw. durch
die Ghee-Einnahme, durch die vegetarische Kost und durch die
hypokalorische, warme Diät ein rasches Immmunzell- „trafficking“
ausgelöst wird.
2) Bekannt ist, dass alle immunologisch bedeutsamen Organe des Menschen – wie etwa Thymus, Milz, Lymphknoten und Knochenmark – durch das autonome Nervensystem innerviert werden. Über die funktionelle Bedeutung dieser Innervation ist erst wenig bekannt, jedoch stützen neuere Experimente die These, dass das autonome Nervensystem regulatorische Einflüsse auf die lymphatischen Organe ausübt. So konnte gezeigt werden, dass durch sympathische Nervenfasern inhibitorische Effekte auf Immunreaktionen vermittelt werden. Führt man etwa im Tierexperiment eine Denervierung der Milz durch, so kommt es zu einer Stimulation von Immunreaktionen, welche offenbar auf den Wegfall inhibitorischer Einflüsse beruht. Umgekehrt lässt sich nach Applikation Alpha-Adrenergen-Agonisten eine Immunsuppression demonstrieren. Dass es sich hierbei keineswegs um einseitige Prozesse handelt, sondern um eine wechselseitige (bidirektionale) Beeinflussung, geht u. a. aus dem Absinken des Noradrenalin-Gehaltes der Milz nach Immunisierung von Versuchstieren mit einem Standard-Antigen (z.B. Schaf-Erythrozyten) hervor. Weitere Hinweise auf die enge Verflechtung von Nerven- und Immun-System verdanken wir dem Einsatz moderner Techniken der Immun-Histochemie. Beispielsweise finden sich Noradrenergen-Rezeptoren, vorzugsweise Beta-Rezeptoren, in Lymphknoten, was als weiterer Hinweis auf eine regulatorische Funktion des Noradrenergen-Systems bei der Lymphozyten-Aktivität und möglicherweise auch bei der Lymphozyten-Reifung gewertet werden kann. Einige Autoren nehmen an, dass humorale Immun-Antwort stimuliert werden kann, indem die Aktivität von T8-Supressorzellen durch ß-Adrenergen-Impulse gehemmt wird. Außerdem wurde die praktische Relevanz der Wechselwirkung zwischen Zentralnervensystem und Immunsystem in klassischen Konditionierungsexperimenten demonstriert. Im Zusammenhang mit besonders therapieresistenten Erkrankungen wie z. B. Krebsleiden wird in der letzten Zeit die Bedeutung der individuellen Krankheits-Verarbeitung (Coping) lebhaft diskutiert. Man postuliert einen direkten Zusammenhang zwischen der psychischen Krankheits-Verarbeitung des Patienten und der Krankheits-Prognose und dies wird auf psychoimmunologische Mechanismen zurückgeführt. Mit diesen Kenntnissen und Hypothesen wurde die Psycho-Immunologie bzw. die Psycho-Onkologie geboren. Durch ein Pancakarma-Heilverfahren, durch die klinische Atmosphäre, durch die permanente Information und Kommunikation, auch der Patienten untereinander, Singen, Entspannungsübungen usw. ist es möglich, dass das autonome Immunsystem rasch beeinflusst werden kann und somit eine Modulierung der Lymphozyten-Funktion erfolgt.
Durch ein Pancakarma-Heilverfahren wird eine Verbesserung bzw.
Normalisierung der gestörten Immunlage bei Krebs-Patienten
erzielt.
Hypothetisch kann die Besserung der Immunlage infolge des
Pancakarma-Heilverfahrens erklärt werden sowohl durch die direkte
Beeinflussung der Mobilisation der Lymphozyten im Darm als auch
durch Herstellung eines Gleichgewichtes zwischen autonomem
Nervensystem und Immunsystem.
Dr. medic. N. Mihai
Funktionsoberarzt der Onkologischen Abteilung
Werner Wilhelm Wicker
Ayurveda, eines der umfassendsten Naturheilsysteme dieser
Welt
Die AYURVEDA-Medizin ist so umfassend und so ganzheitlich, wie kaum
oder gar kein anderes naturheilkundliches Medizinsystem dieser
Welt. Auch die Reinigungsverfahren des AYURVEDA übertreffen in der
Regel die der westlichen Naturheilverfahren bei weitem, da sie auch
die fettlöslichen, d. h. auch die lipophilen Stoffe aus dem Gewebe
lösen und zur Ausscheidung bringen können.
Die Krebserkrankung trifft den Menschen auf vielen
Ebenen seines Seins
Die AYURVEDA-Medizin kann den Menschen auch auf vielen Ebenen
seines Seins erreichen und stimulieren. Dies liegt darin begründet,
dass es sich bei der AYURVEDA-Medizin um eine wirklich
ganzheitliche Medizin handelt.
Die nachfolgende Aufzählung zeigt weitere Möglichkeiten auf, die bei einer AYURVEDA-Behandlung angestrebt werden:
· Stimulation des Immunsystems
· Aktivierung des Stoffwechsels
· Verbesserung von Blut und Stoffwechselparametern
· Eine deutliche Besserung der Befindlichkeit
· Ein neues Gefühl des Ganzseins
· Eine Öffnung und ein Zuwachs an einem Gefühl innerer Befreiung
· Ein objektives und subjektives Erleben eines gereinigten Seins
· Ein stärkeres Bewusstwerden des eigenen seelischen Bereichs
· Einen „gereinigten“ Organismus, um eine bessere Chance für die tumorbekämpfenden Maßnahmen zu bekommen
Durch tiefgehende Reinigungsverfahren für onkologische
Patienten wird ein neuer Aufbau des Immunsystems
angestrebt
Die ayurvedische Reinigungsbehandlung – Pancakarma – wird in der
Zukunft im Bereich der onkologischen Erkrankungen einen immer
größeren Stellenwert einnehmen. Was ist näher liegend, als eine
tiefgehende, entschlackende, entgiftende Reinigungsmaßnahme bei
einer onkologischen Erkrankung, die zugleich die natürlichen
biologischen Abwehrkräfte, d. h. das Immunsystem, sehr schnell
wieder aufbauen kann? Vor allem aber dadurch, dass nicht nur die
hydrophilen Giftstoffe (wasserlöslichen Gifte) aus dem Körper
entfernt werden können, sondern auch die lipophilen, d. h. die
fettlöslichen Gifte, in denen auch Schwermetalle, Holzschutzmittel
etc. enthalten sein können.
Jede Therapie hat eine größere Chance, wenn sie auf dem Boden
einer gelungenen Reinigungsmaßnahme (z. B. durch AYURVEDA, d. h.
Pancakarma) stattfindet
Daneben gibt es noch einen weiteren sehr wichtigen Gesichtspunkt,
der für ein tiefgreifendes Reinigungsverfahren der AYURVEDA-Medizin
(=Pancakarma) spricht:
Alle Folgetherapien, ganz gleich, ob es sich um biologische
Therapien, Mistel, schulmedizinische (Chemotherapie) oder andere
Therapien handelt, können besser auf dem Boden eines auf diese
tiefgehende Art und Weise gereinigten Körpers greifen. Dies wird in
unserer Klinik angestrebt.
Diese Chance kann nicht deutlich genug hervorgehoben werden, zumal
auch in der deutschen und europäischen Naturheilkunde schon immer
eine gute Reinigung als Vorbereitung für eine erfolgsversprechende
Therapie angesehen wurde.
Die AYURVEDA-Medizin hat auch hervorragende
Therapiemöglichkeiten zu bieten
Aber auch ein dritter ganz wichtiger Gesichtspunkt sollte nicht
außer acht gelassen werden, die AYURVEDA-Therapiemöglichkeit
selbst. Hier bietet sich eine Fülle von Möglichkeiten, angefangen
von dem Ausgleich eines bioenergetischen Ungleichgewichtes (um die
Chance, der Krankheit den Boden zu entziehen zu nutzen) bis hin zur
Chance des weiteren Aufbaus des Immunsystems, der Stärkung der
Organe, des Stoffwechsels, der Regenerationsmöglichkeit, der
Chance, eine größere Vitalität zu entwickeln und die seelische
Situation nachhaltig verbessern zu können.
Wenn der Primärherd beseitigt ist, sollte alles versucht
werden, um die biologische Abwehr konsequent wieder
aufzubauen
Aufgrund der oft sehr starken Nebenwirkungen bei der Beseitigung
des Primärherdes bei krebskranken Patienten, erscheint direkt im
Anschluss daran oder so früh als möglich – wichtig – eine
tiefgreifende Reinigung und Ausleitung der Giftstoffe zum Aufbau
der natürlichen Abwehrfunktionen erstrebenswert.
Zu einem Zeitpunkt, zu dem die Zahl der kranken Zellen am geringsten ist (nach Beseitigung des Primärherdes) kann die Chance für einen Sieg des Abwehrsystems über die Erkrankung (in dem es durch die Reinigung aufgebaut wird) um ein vielfaches größer sein.
Auch für eine Chemotherapie sollte der Körper durch eine tiefgehende Reinigung vorbereitet werden. Gesunde Zellen müssen gestärkt werden, damit sie mit dem Gift (z. B. Chemotherapie) fertig werden und die Chemotherapie ihnen nichts anhaben kann. D. h., vor jeder Chemotherapie könnte es generell sinnvoll sein, zunächst die gesunden Zellen zu stärken. Hierzu sind die Reinigungsverfahren der AYURVEDA-Medizin (speziell Pancakarma) besonders geeignet, da sie – wie bereits schon erwähnt – neben den hydrophilen (wasserlöslichen Giften) vor allem auch die lipophilen (fettlöslichen Gifte) aus dem Gewebe lösen und zur Ausscheidung bringen können und somit die Heil- und Abwehrkräfte auch vor einer chemotherapeutischen Behandlung stärken können.
Das in der AYURVEDA-Medizin angewandte Ghee (geklärtes Butterfett) ist bei richtiger Einnahme (Verordnung durch einen AYURVEDA-Arzt) in der Lage, auch Jahrzehnte alte, fettlösliche Gifte (z. B. auch Holzschutzmitte) zu mobilisieren und zur Ausscheidung durch Haut und Magen-Darm-Trakt vorzubereiten. Danach werden diese durch eine abführende Therapie (z. B. mit Rizinus) durch den Darm ausgeleitet. Ghee enthält auch die Nachteile von tierischen Fetten nicht mehr. Es leistet auch der Sklerosierung der menschlichen Blutgefäße keinen Vorschub.
AYURVEDA lässt uns den gesunden Anteil in uns selbst
erkennen
Die ayurvedische Behandlung insgesamt vermittelt dem Menschen ein
neues Gefühl des „Ganzseins“. Dadurch wird auch eine deutliche
Besserung der Befindlichkeit erreicht, die zwar in diesem Punkt
nicht „messbar“ ist, deren Bedeutung für den Gesundungsprozess aber
nicht überschätzt werden kann.
