Ayurveda ist ein Medizinsystem und sollte daher zur Gesunderhaltung oder zur Therapie von Erkrankungen individuell passend eingesetzt werden. Alle Empfehlungen zu einzelnen Krankheitsbildern müssen dem Menschen, seiner Konstitution und Situation entsprechend, angepasst werden
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Innere Medizin in Kombination mit AYURVEDA

Die Gesundheit des Gesunden erhalten und Krankheit des Kranken behandeln
(Caraka Samhita, Sū. 26, um Chr. Geburt)

Im Ayurveda besteht das Individuum aus der Struktur (Dūsya) und den biologischen Kräften (Dosa). Das Gewebe (Dhātu) bildet die Struktur und wird unterteilt in Plasma (Rasa), Blut (Rakta), Muskeln (Mamsa), Fett (Medas), Knochen (Asthi), Knochenmark (Majja) und Fortpflanzungsgewebe (Sukra).  Die sieben Gewebe werden durch die biologischen Kräfte (Tridosas) beeinflusst. Zunächst, um die Funktion zu gewährleisten, aber auch bei einem Ungleichgewicht der Dosas, um in ihrer Funktion gestört zu werden. Bei länger dauerndem Ungleichgewicht und dadurch bedingter Störung der Gewebe, kommt es zur manifesten Erkrankung. Die Dosa (weil es 3 sind auch Tridosa genannt) sind die biologischen Energien, die im Körper Funktionen erfüllen und in ihrer Ausprägung bei der Zeugung des Menschen individuell  festgelegt werden. Man spricht von Grundkonstitution (Prakrti).
Eine Abweichung von der Grundkonstitution kann schon zu funktionellen Störungen führen, ohne dass eine organische Erkrankung vorliegt. Ein Patient, der bis dato über nicht gekannte trockene Haut, Obstipationsneigung und Einschlafstörung klagt, zeigt für den Schulmediziner unspezifische Symptome, für den ayurvedisch arbeitenden Arzt sind das jedoch deutliche Symptome eines Ungleichgewichts der Tridosa (in diesem Fall eine Vata-Erhöhung). Dieses Ungleichgewicht kann erfolgreich behandelt werden.
Hier liegt einer der großen Vorteile der ayurvedischen Medizin. Die Erkrankung muss nicht erst organisch manifest werden, um erkannt und behandelt zu werden. Auch unspezifische Symptome sind behandelbar.
Von der Systematik werden Ungleichgewicht der Tridosa bis hin zu manifesten Krankheit im Ayurveda in 6 Krankheitsstadien eingeteilt: (nach Susruta-Saihita, Sutsrasthana 21.36)

1. Samcaya
Stadium der Ansammlung der Dosas an dem Ort der Entstehung. Vata im Unterbauch, Pitta im Oberbauch, Kapha im Brustraum.

2. Prakopa
Stadium der Provokation, Neigung zur Ausbreitung in die Nebensitze, z.B. bei Pitta in die Haut mit dem Symptom Hautbrennen.

3. Prasara
Stadium der Ausbreitung in die Gewebe (Dhatu)

4. Sthanasamsraya
Stadium der Lokalisierung, Ablagerung in verschiedene Körperteile.

5. Vyakti
Stadium der Manifestation, häufig hier Diagnose einer Erkrankung

6. Bheda
Stadium der Differenzierung, Auftreten von Komplikationen

Die ersten 3 Stadien könnte man schulmedizinische Prodromalstadien oder funktionelle  Störungen nennen, besser ayurvedisches Ungleichgewicht oder Anomalität der Dosas. Die letzten 3 Krankheitsstadien sind die manifesten Erkrankungen, die auch von Schulmediziner erkannt und behandelt werden können.
Es zeigte sich für mich sehr schnell, dass sich mit Ayurveda ein Medizinsystem bewährt hat, dass das Individuum mit seiner Erkrankung sieht und individuell auf den Menschen mit seiner Krankheit reagiert und behandelt. Im folgenden möchte ich das o.g. durch Fallbeispiele erläutern:

Fallbeispiel 1

41 jährige Patientin

Hauptdiagnose: Dermatitis, insbesondere im Halsbereich
Nebendiagnosen: Meteorismus
                               Rezidivierende Obstipation
                               Durchschlafstörungen

Vorgeschichte:
Seit ca. 10 Wochen klagt die Patientin über einen starken Hautausschlag, der sich über Hals, Kinn und um die Augen herum ausgebreitet hatte. Es handelte sich um eine schuppige Rötung mit Juckreiz und gelegentlichen Krustenbildungen. Eine cortisonhaltige Creme, die seit 2 Wochen benutzt wurde, brachten keinen durchschlagenden Erfolg. Zuvor wurde hautärztlich eine Pilzinfektion ausgeschlossen. Weiter bereichtet die Patientin über Magen-Darm-Probleme mit Meteorismus und Obstipation, die bereits seit ca. 2 Jahren bestehen und schulmedizinisch und auch naturheilkundlich behandelt wurden. Auch hier war nur eine geringgradige Besserung zu verzeichnen. Zuletzt berichtet die Patientin über gelegentliche Durchschlafstörungen. Auf Nachfrage werden bekannte Allergien verneint.
Die Patientin stand unter hohem Leidensdruck, da sie beruflich in der Öffentlichkeit stand und sich durch die für jedermann sichtbaren Hauteffloreszenzen entstellt fühlte.

Therapie und Verlauf:
Aus ayurvedischer Sicht bestand bei der Patientin eine Pitta-Vata-Konstitution (Prakrti) mit einer kombinierten Vata-Pitta-Aggravation. Die Vata-Störung äußerte sich in diesem Fall mit Meteorismus und Neigung zur Obstipation, die Pitta-Störung in Form der oben beschriebenen Dermatitis und den auftretenden Durchschlafstörungen. Von Seiten der Krankheitsstadien bestanden die Stadien 2 (Prakopa) und 3 (Prasara). Aus ayurvedischer Sicht war hier die Rückführung der biologischen Energien in die Grundkonstitution Pitta-Vata angezeigt. Dies geschah im Rahmen einer Pancakarma, wobei in der 2. Hälfte auch eine gezielt-lokale Therapie Hauteffloreszenzen mittels einer ayurvedischen Paste auf der Grundlage von Ghee durchgeführt wurde.

Es erfolgten folgende Maßnahmen:

  1. „Mobilisierende Maßnahmen“ (Pùrvakarma):

 

Snehana („Therapie mit Ölen und Fetten“), dieses hat zwei Aspekte:

A.  Àbhyantara Snehana (Innerliches Fetten“) hierzu gehört das Snehapána, das ist die Einnahme eines speziell aufbereiteten Butterfettes (Ghee).

B. Bàhya Snehana: Spezifische äußerliche Anwendungen mit Ölen und Fetten. Öle und Fette werden dabei speziell auf die Patientin abgestimmt. Ebenso Art, Dauer und Intensität der Anwendung.

Svedana („Schwitztherapie“): In diesem Fall spezielle Wärmeanwendungen.

 

       2.  „Hauptmaßnahmen“ (Pradhànakarma):

 

Virecana, Abführtherapie.

Bastikarma, speziell zusammengestellte Enemata zur Therapie über die Darmschleimhaut.

Die Patientin blieb insgesamt 14 Tage. Das Heilverfahren sah folgendermaßen aus:

Tag 1-3:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)

Tag 4-5:
Snehana: A. Snehapàna (Innerliche Fettbehandlung)

Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)

Tag 6:
Snehana: A. Snehapàna (Innerliche Fettbehandlung)

Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)

Svedana (Schwitzen)

Tag 7:
Virecana, Abführtherapie

Tag 8:
Svedana (Schwitzen)

Tag 9:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)

Bastikarma, speziell zusammengestellte Enemata

Tag 10:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)

Svedana (Schwitzen)

Bastikarma, speziell zusammengestellte Enemata

Tag 11-12:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)

Bastikarma, speziell zusammengestellte Enemata

Tag 13:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)

Svedana (Schwitzen)

Bastikarma, speziell zusammengestellte Enemata

Tag 14:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)

Schon nach wenigen Tagen zeigte sich eine deutliche Verbesserung des Exanthems sowie des Pruritus. Bei Entlassung bestand eine geringe Reströtung im Halsbereich, die Hautaffektionen im Bereich des Gesichtes waren vollständig abgeheilt. Ein Pruritus bestand nicht mehr. Des weiteren verbesserte sich der Allgemeinzustand der Patientin erheblich. Es fand eine Regulierung der Verdauung statt, ebenfalls war das Schlafverhalten geregelt. Während des stationären Aufenthaltes wurde die Patientin ausführlich diätetisch geschult, insbesondere die ayurvedische Ernährungsauffassung und einfache Umsetzung zuhause wurden der Patientin nahegebracht.

H. Berhnhard
Arzt in den ehemaligen NEUEN Wicker Kliniken Bad Nauheim

Fallbeispiel 2

49 jähriger männlicher Patient

Hauptdiagnose: Chronische Sinusitis maxillaris links
Nebendiagnosen: Funktionelle Herzrhythmusstörungen
                               Psychovegetative Erschöpfung
                               Durchschlafstörungen
                               Verdacht auf intestinale Candidose

Vorgeschichte:
Seit ca. 20 Jahren besteht eine rezidivierende Sinusitis maxillaris, vor allem linksseitig, in der letzten Zeit ca. 4x pro Jahr. Diese wurde teilweise antibiotisch behandelt, aber auch Behandlungsversuche mit Akupunktur und anderen Naturheilverfahren wurden durchgeführt. Vor ca. 2 ½ Jahren erfolgte eine Fensterungs-OP links, eine durchgreifende Besserung der Symptomatik erfolgte danach leider nicht. Seit ca. 2 Jahren bestand eine labile arterielle Hypertonie, vor allem zeitweise erhöhte diastolische Blutdruckwerte. Ebenfalls bestünden funktionelle Herzrhythmusstörungen. Aus diesem Grunde wurde der Patient mit Metropolol 50, ½ - 0 -, medikamentös eingestellt. Darunter zeigte sich weitgehende Beschwerdefreiheit. Nach übermäßiger Stressbelastung klagte der Patient über Kopfschmerzen, die teilweise migräneartig seien. Es bestünden erhebliche Durchschlafstörungen, allerdings keine Einschlafstörungen. Kurz vor Aufnahme hatte der Patient erneut eine exazerbierte Sinusitis maxillaris links durchmachen müssen.

Therapie und Verlauf:
Aus ayurvedischer Sicht bestand bei dem Patienten eine Vata-Pitta-Konstitution (Prakrti) mit einer kombinierten Kapha-Pitta-Störung. Insbesondere die Kapha-Störung hat nach Einteilung in die ayurvedischen Krankheitsstadien das Stadium Vyakti erreicht. Dies äußerste sich in der chronischen Sinusitis maxillaris. Die Pitta-Störung in Form von rezidivierendem arteriellen Hypertonus und rezidivierenden Herzrhythmusstörungen war noch in den Stadien 2 (Prakopa) oder 3 (Prasara) einzuordnen. Ausgehend von Konstitution und deren Ungleichgewicht und Erkrankungsmanifestation setzten  wir im einzelnen, im Rahmen der Pancakarma folgende Behandlungen ein:

1. Snehana:
A. Snehapana           Einnahme von geklärtem Butterfett (Ghee)
B. Bahya Snehana:  Äußerl. Physikalische Anwendungen m. spez. Ölen und Fetten
Padabhyanga             Harmonisierende ayurvedische Fußreflexzonenmassage
Sirodhara                    Speziell vegetativ ausgleichende Öl-Stirnbehandlung
Abhyanga                   Synchronmassage mit ayurvedischen Kräuterölen
Siroabhyanga             Belebende Ölmassagen des Kopfbereiches

2. Svedana:               Spezifische Schwitzbehandlungen
Baspa Sveda                        Kräuterdampfbad mit ayurvedischen Heilpflanzen
Pizzichil                      Synchronmassage unter fließendem Öl
Pindasveda                Aufbauende und stärkende intensive Teil/Ganzkörperanwendung

3. Virecana                 Sanierung des Verdauungstraktes

4. Bastikarma             Ayurvedische Darmsanierung mit Heilpflanzenextrakten

5. Nasya                     Vitalisierende Ausleitungsbehandlung für den Kopfbereich

Der Patient blieb insgesamt 16 Tage. Das Heilverfahren sah zeitlich gerafft folgendermaßen aus:

Tag 1:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)

Tag 2-3:
Snehana: A. Snehapàna (Innerliche Fettbehandlung)
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)

Tag 4:
Snehana: A. Snehapàna (Innerliche Fettbehandlung)
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Svedana (Schwitzen)

Tag 5:
Virecana, Abführtherapie

Tag 6:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)

Tag 7:
Svedana (Schwitzen)

Tag 8-9:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Bastikarma, speziell zusammengestellte Enemata

Tag 10:
Svedana (Schwitzen)
Bastikarma, speziell zusammengestellte Enemata

Tag 11:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Nasya,  (Vitalisierende Ausleitungsbehandlung für den Kopfbereich)

Tag 12:
Nasya,  (Vitalisierende Ausleitungsbehandlung für den Kopfbereich)

Tag 13-14:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Nasya,  (Vitalisierende Ausleitungsbehandlung für den Kopfbereich)

Tag 15:
Nasya,  (Vitalisierende Ausleitungsbehandlung für den Kopfbereich)

Tag 16:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Nasya,  (Vitalisierende Ausleitungsbehandlung für den Kopfbereich)

Die bei Aufnahme bestandhabende Medikation wurde einschließlich des Metropolols abgesetzt. Es erfolgten regelmäßige EKG- und Blutdruckkontrollen, wobei sich unter der Behandlung keinerlei Auffälligkeiten zeigten. Der Blutdruck war zu jeder Zeit, sowohl systolisch als auch diastolisch, im Normbereich. Tachycarde Phasen wurden ebenfalls nicht aufgezeichnet. Die T-zellvermittelte Immunitätslage wurde ebenfalls überprüft und eine normale Immunitätslage festgestellt. Eine ausführliche Labordiagnostik ergab, bis auf ein mäßiggradig erhöhtes Cholesterin mit 248 mg %, keine Auffälligkeiten.
Eine Stuhluntersuchung auf Pilze und Ausnutzung ergab keinen signifikanten Befall mit Candida albicans. Die o.g. Therapie war darauf abgezielt, die chronische Nasennebenhöhlenentzündung zu behandeln, bei Entlassung war der Patient diesbezüglich beschwerdefrei. Durch das Pancakarma konnten auch die oben beschriebene Herz-Kreislauf-Situation und die funktionelle Herzrhythmusstörung und zuletzt auch die Durchschlafstörungen positiv beeinflusst werden. Wichtig war hier, dass der Patient auf ein Gleichgewicht seiner biologischen Kräfte achtet. Diesbezüglich wurde der Patient während des stationären Aufenthaltes geschult. Bei Entlassung war eine medikamentöse Therapie mit Metropolol 50 nicht notwendig.

H. Berhnhard
Arzt in den ehemaligen NEUEN Wicker Kliniken Bad Nauheim

Fallbeispiel 3

45 jährige weibliche Patientin

Hauptdiagnosen: Psychovegetatives Erschöpfungssyndrom, u. a. mit Durchschlafstörungen
                              Multiple Nahrungsmittelunverträglichkeiten
                              Tinnitus links

Nebendiagnosen: Z. n. Hystrektomie 9/97
                               Z. n. Ovarektomie bei Zyste rechts 1993
                               Appetitlosigkeit mit Druckschmerz unter dem rechten Rippenbogen und
                               im Epigastrium

Vorgeschichte:

Seit ca. 5 Jahren bestand eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, besonders nach Genuss von Kaffee, rohem Obst, Hartkäse, Schokolade, Eiern, Milch, Soja, gebackenem Brot und Alkohol. Klinisch zeigt sich diese Unverträglichkeit mit Anschwellen der Nasenschleimhäute, flashartiger Rötung im Gesicht, erheblicher Müdigkeit und depressiven Verstimmungen. Seit dieser Zeit ebenfalls Durchschlafstörungen und Konzentrationsschwächen. Des weiteren 11/97 Diagnose eines Tinnitus links. Seit 9/97 Druckschmerz unter dem rechten Rippenbogen, Schmerzen besonders postprandial. Zuletzt fällt der Patientin eine zunehmende Trockenheit der Haut auf.

Therapie und Verlauf:

Aus ayurvedischer Sicht bestand bei der Patientin eine Pitta-Vata-Konstitution (Prakrti) mit einer starken kombinierten Vata-Pitta-Aggravation. Die Vata-Störung zeigte sich insbesondere in trockener Haut, fehlender Konzentrationsfähigkeit und zunehmender psychovegetativer Erschöpfung. Auch der Tinnitus war hier einzuordnen. Die Pitta-Störung äußert sich symptomatisch in den postprandialen Schmerzen, flashartigen Rötungen im Gesicht bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten und zunehmenden Schlafstörungen. Von Seiten der Einteilung der Krankheitsstadien im Ayurveda bestand hier das Stadium 3 (Prasara) bis 4 (Sthanasamsraya). Ausgehend von Konstitution und deren Ungleichgewicht wurde eine individuelle ayurvedische Therapie durchgeführt, dies erfolgte im Rahmen einer Pancakarma:

1. „Mobilisierende Maßnahmen“ (Pùrvakarma):
Snehana:
A. Snehapana           Einnahme von geklärtem Butterfett (Ghee)
B. Bahya Snehana:  Äußerl. Physikalische Anwendungen m. spez. Ölen und Fetten
Padabhyanga             Harmonisierende ayurvedische Fußreflexzonenmassage
Sirodhara                    Speziell vegetativ ausgleichende Öl-Stirnbehandlung
Abhyanga                   Synchronmassage mit ayurvedischen Kräuterölen
Siroabhyanga             Belebende Ölmassagen des Kopfbereiches

Svedana:                   Spezifische Schwitzbehandlungen
Baspa Sveda                        Kräuterdampfbad mit ayurvedischen Heilpflanzen
Pizzichil                      Synchronmassage unter fließendem Öl
Upanahasveda           Spezialbehandlung zur Bandscheiben- u. Knorpelregeneration

2.  „Hauptmaßnahmen“ (Pradhànakarma):
Virecana
, Abführtherapie.

Bastikarma, speziell zusammengestellte Enemata zur Therapie über die Darmschleimhaut.

Vor der Pancakarma-Behandlung wurde eine ausführliche Prädiagnostik durchgeführt. Diese beinhaltete ein Ruhe-EKG, eine Gastroskopie mit der Diagnose einer Antrumgastritis mit Rötung, kein Ulcus, keine Erosion, Helicobacter pylon negativ. Es erfolgte eine abdominale Sonographie, die weitgehend ohne pathologischen Befund war. Aufgrund der Nahrungsmittelunverträglichkeit wurde eine Elektroakupunktur nach Voll durchgeführt. Dies beinhaltete eine energetische Testung von 35 Nahrungsmitteln, wobei eine Unverträglichkeit von Joghurt, Quark, Haselnüssen, Reis, Weizen, Eiweiß und Eigelb, Käse, Milchzucker, Soja, Rohrzucker, Bananen und roter Beete festgestellt wurde. Während der Pancakarma kam es zu einer wesentlichen Befundbesserung. Die Patientin fühlte sich psychisch stabilisiert, ein Tinnitus wurde zuletzt nicht mehr beklagt. Die oben beschriebenen Durchschlafstörungen hatten sich ebenfalls normalisiert. Zuletzt war eine eindeutige Symptomatik der Nahrungsmittelunverträglichkeit nicht mehr nachzuweisen. Die Kontrolluntersuchung mittels Akupunktur nach Voll zeigte bei erneut 35 getesteten Nahrungsmitteln keine Auffälligkeiten. Einschränkend ist hier zu erwähnen, dass diese Untersuchungsmethode nur als orientierende Methode angesehen werden kann. Die Patientin konnte nach 18-tägiger ayurvedischer Behandlung weitgehend symptomfrei entlassen werden. Es folgte eine ausführliche ayurvedische Ernährungsberatung.

Dieses Fallbeispiel zeigt in besonders drastischer Weise, dass durch eine Kombination mit schulmedizinischer Diagnostik und ayurvedischer Behandlungsmethode in relativ kurzer Zeit ein maximaler Therapieerfolg erzielt werden konnte.

H. Berhnhard
Arzt in den ehemaligen NEUEN Wicker Kliniken Bad Nauheim

Was ist Ayurveda? Ayurveda ist das älteste und noch lebendige Medizinsystem der Welt, welches durchgehend praktiziert wurde. was ist ayurveda - ayurveda-klinik kassel Lesen Sie mehr Die drei Doshas .. und was es mit dem individuellen Gleichgewicht der Energien auf sich hat Lesen Sie mehr

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