


Die ayurvedische Küche ist ein wesentlicher Bestandteil der
ganzheitlich orientierten „Lehre vom langen und gesunden Leben“.
Sie wird bei uns entsprechend ihrer Bedeutung eingesetzt:
typgerecht auf die drei Doshas abgestimmt, den alles prägenden
sechs Geschmacksrichtungen (siehe unten) verpflichtet, unserem
Gaumen und unserer Gewöhnung angepaßt – besonders bei der
Verwendung einiger indischer Gewürze.
Zwar läßt die ayurvedische Lehre einige tierische Produkte (Eier,
Fisch und Meerestiere, Geflügel) in geringen Mengen zu, aber
während Ihres Aufenthalts in der Ayurveda-Habichtswald- Klinik
lernen Sie eine vegetarische Küche kennen, die Sie in Ihrer
Vielfalt überraschen wird. Der Verzicht auf Fleisch gehört bei uns
zur Reinigung und Regenerierung und unterstützt somit unsere übrige
Therapie.

Ghee (sprich: Ghi), geklärte Butter. Dieses natürliche Produkt wird als Grundnahrungsmittel in der ayurvedischen Küche angewendet – und ist zugleich Arznei. Ghee gleicht Vata und Pitta aus, ohne Kapha zu sehr zu verstärken. Der regelmäßige, vernünftige Gebrauch von Ghee fördert die Lebenskraft und ist nützlich für alle Gewebe.
Nahrungsmittel, Gewürze und Heilkräuter werden im Ayurveda auf der Grundlage von sechs Geschmacksrichtungen eingeteilt und individuell eingesetzt.
Süß • sauer • salzig • scharf • bitter • zusammenziehend
(herb)
Eine vollständige Mahlzeit sollte Nahrungsmittel aller sechs
Geschmacksrichtungen enthalten.

Chai, schwarzer Tee mit aromatischem Ingwer und Kardamom abgeschmeckt. Je nach Stärke und Zusammensetzung wirkt er belebend oder beruhigend. Chai wird gerne mit Milch getrunken.
Dal, verschiedene indische Linsensorten in besonderer Art zubereitet. Dals gelten als besonders nahrhaft und sind ein guter Ausgleich für Vata und Pitta.
Einige wichtige Gewürze aus der ayurvedischen Küche
Kurkuma (Gelbwurz) verringert alle drei Doshas,
regt den Stoffwechsel an und reduziert überschüssiges Fett.
Kreuzkümmel (Cumin) verringert vor allem Vata,
deshalb nützlich bei Verdauungsbeschwerden mit Blähungen.
Muskatnuß als aromatisches Heilgewürz verringert
vor allem Vata und Kapha, ist hilfreich etwa bei Appetitlosigkeit
oder Schlafstörungen.
Kardamom reduziert alle drei Doshas und ist
nützlich etwa bei schlechtem Geschmack im Mund.
Ingwer wird im Ayurveda außerordentlich vielfältig
verwendet. Ingwer regt das Verdauungsfeuer an und fördert damit die
„Verdauungskraft“. Bei Erkältungen kann ein schweißtreibender
Ingwertee, eventuell mit etwas Honig, wahre Wunder wirken.
Koriander ist ebenfalls ein sehr aromatisches
Gewürz, das gegen Völlegefühl nützlich ist. Korianderblätter, zum
Beispiel auf Kartoffeln, sind ebenfalls äußerst wohlschmeckend.

Eine gesunde, bewußte und wohlschmeckende Ernährung ist wichtiger Bestandteil des Ayurveda und trägt wesentlich zur Erhaltung und Wiedererlangung der Gesundheit bei. Der ayurvedisch-vegetarische Kochkurs ist eine theoretische und praktische Einführung in die Grundprinzipien der ayurvedischen Küche. Sie lernen typische Gewürze der ayurvedischen Küche, ihre Wirkung und konstitutionsbedingte Verwendung kennen. Es wird Ihnen gezeigt, wie Sie selbst Ghee herstellen können. Zusammen bereiten Sie ein ayurvedisches Menü mit Suppe, Gemüse, Reis, Salat und Dessert zu. Das gemeinsame Essen schließt den vierstündigen Kurs in geselliger Runde ab.
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