Ayurveda-klinik Kassel Bad Wilhelmshöhe | Klinik für Tinnitus - Ayurveda Klinik für Ganzheitliche Rehabilitation
Druckversion vom 24.11.2009
URL: http://www.ayurveda-klinik.de/Onkologie.html
Sehr geehrte Frau Kollegin,
sehr geehrter Herr
Kollege,
seit mehreren Jahren werden unsere Patienten Wahlmöglichkeiten
durch unseren Ayurveda-Bereich mit der fernöstlichen Form der Ganzheitsmedizin –
dem Ayurveda - geboten. Tumorpatienten können in dieser Abteilung mitbetreut
werden, do dass ich Erfahrungen in der Kombination der ayurvedischen Medizin mit
der modernen Onkologie sammeln konnte. Sichtbare seelische und körperliche
Stabilisierung ließen sich in der kurzen zu Gebote stehenden Zeit von zwei bis
maximal sechs Wochen erzielen, die erstaunlich waren. Selbst Fälle von
Tumorkachexie wurden durch die sinnvolle Anwendung ayurvedischer
Phytotherapeutika sehr gut behandelt.
Die Erschöpfung bei Patienten nach
ausgedehnter Chemo- und Radiotherapie konnte gut behandelt werden. Die hier im
Hause möglichen Kontrollen des Immunstatus zeigen ebenfalls eine positive
Entwicklung an, so dass der Vorteil einer ayurvedischen Mitbetreuung
onkologischer Patienten ohne Vernachlässigung wichtiger onkologischer Therapien
besonders in der raschen Besserung zu liegen scheint, wobei durch innerlichen
und äußerlichen Anwendungen von ausgesuchten Ölen und Fetten und die in einem
Panchakarma-Heilverfahren vorgeschriebenen Reinigungsschritte vermutlich eine
Detoxifikation fettlöslicher Substanzen (Pestizide, lipidlöslicher Anteile der
Chemotherapie, Tumorabbauprodukte usw.) unterstützt durch die Hyperthermie
mittels Kräuterdampfbädern stattfinden kann, die ansonsten gar nicht möglich ist
oder einen sehr langen Zeitraum benötigt.
Angeregt durch die
Behandlungserfolge bei Patienten habe ich dann im Jahre 1996 selbst eine
14-tägige Panchakarma-Kur durchgeführt, die bei mir einen nachhaltigen
ganzheitlichen Effekt hatte und zwar auf allen Seins-Ebenen. Dies gelang durch
speziell zubereitete Ernährung, das Rahmenprogramm mit der Möglichkeit, nach
innen zu gehen und die Zuwendungen der Therapeuten bei allen Handlungen wie
Synchronmassagen, Dampfbädern, therapeutischem Abführen bwz. Erbrechen und
Einläufen. Bedeutsam war mir auch die individuelle medizinische Betreuung durch
den leitenden Arzt der AYURVEDA-Medizin Herrn Chopra, der sowohl eine
vollständige medizinisch europäische, als auch eine ayurvedische Ausbildung mit
Erfolg in die praktische Arbeit umsetzt.
Wissenschaftlich können wir den
bisher erzielten Erfolg im Ayurveda-Bereich nur ungenügend beschreiben. Aus der
Sicht der Erfahrungsmedizin jedoch ergeben sich auch für onkologische Patienten
Behandlungsindikationen, die wir für den einweisenden Arzt gesondert festgelegt
und aufgrund der bisher vorliegenden Erfahrungen für den einweisenden Arzt
besonders festgehalten haben.
Dr. med. Dirk-Ingo Wolfrum
ehemaliger
Chefarzt der Onkologischen Abteilung der Habichtswald Klinik
Ganzheitsmedizinisches Angebot für onkologische Patienten mit Ayurveda
Es handelt sich um ganzheitliche Heilverfahren, die wir in einer Synthese
Schulmedizin, Komplementärmedizin und Ayurveda-Anwendungen durchführen. Hierbei
wird besonders eine intensive Stoffwechselaktivierung, Immunstimulation und
Immunregeneration sowie grundlegende körperlich-seelisch-geistige Stärkung und
Kräftigung angestrebt.
In Folge der oft starken Ein- und Nebenwirkungen
bei der Primärtherapie des krebskranken Patienten erscheint eine Ausleitung
sowie ein Aufbau der biologischen Abwehrfunktion im Anschluss daran um so
wichtiger. Gerade zu einem Zeitpunkt, zu dem (nach Beseitigung des Primärherdes)
die kranken Zellen im menschlichen Körper in geringerer Zahl vorhanden sind, ist
eine Stoffwechselregulierung und eine Immunstimulierung empfehlenswert. Unser
Konzept beinhaltet zuvor eine Reinigung des Körpers über die
Ayurvedaanwendungen, ein traditionsreiches medizinisches System aus Diagnostik
und Therapie, welches in unserer westlichen Welt so gut wie nicht bekannt
ist.
Der Ayurveda bietet die Ausleitungsmöglichkeiten von lipophilen
Stoffen in sehr kurzer Zeit, z. B. über die Öle, die zur Behandlung eingesetzt
werden und die Wirkungen des Ghee (abgekochtes Butterfett).
Die Patienten
werden in die Habichtswald Klinik aufgenommen und ganzheitlich onkologisch
betreut. Grundlage der Konzeption ist die der Habichtswald Klinik eigene
Synthese zwischen Schulmedizin und Komplementärmedizin bei der jetzt der
schulmedizinisch und komplementäre Ansatz eine konsequente Vertiefung durch die
Einbeziehung der Ayurveda-Anwendungen gefunden hat.
Fallbeispiel I: Onkologie und Ayurveda
53-jährige Patientin
Hauptdiagnosen:
- Z. n. operierten Mamma-Carcinom beidseits: Tumorektomie und Axilladissektion im Dezember 1994 (rechts) und August 1995 (links, Östrogen- und Progesteron-Rezeptoren positiv
- Z. n. adjuvanter Chemotherapie nach dem EC-Schema: 3 Zyklen von Januar bis März 1995
- Z. n. adjuvanter Radiotherapie: April bis Juni 1995 (links) und Oktober bis Dezember 1995 (rechts)
- Fortlaufende antiöstrogene Therapie mit Tamoxifen, 30 mg/Tag, seit November 1996 20 mg/Tag
Nebendiagnosen:
- Sekundäre Osteoporose
- Klimakterische Beschwerden
- Tinnitus
- Chronisches Müdigkeitssyndrom
- Sekundäre depressive Stimmungslage
- Intermittierende supraventrikuläre Tachyarrhythmie
Vorgeschichte:
In der Vorgeschichte sind bekannt eine
Lungentuberkulose (im Alter von 10 Jahren) und Tonsillektomie.
Im Dezember
1994 tastet die Patientin einen Knoten in der rechten Brust. Im gleichen Monat
wird der Tumor operiert mit anschließendem Drüsenaufbau. Die histologische
Diagnose lautet intraduktales Carcinom. Adjuvant erfolgt Chemotherapie (3 Zyklen
nach dem EC-Schema) und Radiotherapie. Im August 1995 wird die linke Brust wegen
eines duktalinvasiven Mamma-Carcinoms operiert; anschließend Radiatio.
Nachsorgeuntersuchungen werden regelmäßig durchgeführt.
Die Patientin,
von Beruf Psychotherapeutin, kommt im Dezember 1996 auf eigene Initiative zur
Aufnahme in unsere Klinik. Eine onkologische Untersuchung (Tumormarker i. S.,
Knochenszintigraphie, Oberbauchsonographie etc.) ergibt keinen Hinweis auf
Tumorprogress oder Metastasenbildung. In der Differenzierung der Lymphozyten
(sog. „Immunstatus“) fällt auf, dass die Gesamtzahl der T-Lymphozyten reduziert
ist mit einer Zahl von 650/mm³ . Auch die natürlichen Killerzellen liegen mit
einem Wert von 240/mm³ im unteren Normbereich.
Die Patientin möchte sich
– nach vorläufigem Abschluss der schulmedizinisch-onkologischen Therapie – einer
ganzheitlichen Therapie unterziehen, mit dem Ziel einer Immunstimulation und
Stoffwechselregulierung. Aktuell klagt sie über Müdigkeit, reduzierte
Leistungsfähigkeit, Tinnitus rechts, Belastungsdyspnoe, Herzklopfen, Flatulenz,
ischialgieähnliche Schmerzen links und ausgesprochen intensiven depressive
Stimmungszustände.
Therapie und Verlauf:
Aus ayurvedischer
Sicht besteht bei der Patientin eine Vàta-Pitta-Konstitution (Prakrti) mit einer
Vàta-Aggravation. Der Stoffwechsel zwischen den einzelnen Gewebearten
(Dhàtupàka) ist gestört, was zu einer Verminderung des Ojas (übersetzt etwa
„Lebenskraft“/Gewebevitalität) führt. Bei der Patientin wurde ein
Panchakarma-Therapieverfahren eingeleitet mit dem Ziel, den Organismus zunächst
zu reinigen, die Vàta-Aggravation zu reduzieren (sog. Sodhana-Therapie) und dann
im zweiten Schritt, insbesondere im Anschluss an den stationären Aufenthalt,
aufbauende und stärkende Therapien durchzuführen (Brmhana).
Die spezifischen ayurvedischen Anwendungen beinhalten:
I. „Mobilisierende Maßnahmen“ (Pùrvakarma):
Snehana („Therapie mit Ölen und Fetten“), dieses hat zwei Aspekte:
A. Àbhyantara Snehana (Innerliches Fetten“) hierzu gehört das Snehapána, das ist die Einnahme eines speziell aufbereiteten Butterfetts.
B. Bàhya Snehana: Spezifische äußerliche Anwendungen mit Ölen und Fetten. Öle und Fette werden dabei speziell auf den einzelnen Patienten abgestimmt. Ebenso Art, Dauer und Intensität der Anwendung. Hierzu gehört auch das Netrartarpana (eine Augenwannenbehandlung mit ayurvedischen Ölen)
Svedana („Schwitztherapie“): Dies umfasst spezielle Wärmeanwendungen.
II. „Hauptmaßnahmen“ (Pradhànakarma):
Virecana, Abführtherapie.
Bastikarma, speziell zusammengestellte Enemata zur Therapie über die
Darmschleimhaut.
Nasya, spezielle Behandlung für den
Kopf-Hals-Bereich.
Die Patientin blieb insgesamt 21 Tage. Das Heilverfahren sah zeitlich
gerafft folgendermaßen aus:
Tag 1-2:
-
Tag
3-5:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Tag 6-7:
Snehana: A. Snehapàna (Innerliche Fettbehandlung)
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Tag 8:
Snehana: A. Snehapàna (Innerliche Fettbehandlung)
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Svedana (Schwitzen)
Tag 9:
Virecana, Abführtherapie
Tag 10:
-
Tag 11:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Bastikarma, speziell zusammengestellte Enemata
Tag 12-16:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Tag
17:
Netrartarpana (eine Augenwannenbehandlung mit ayurvedischen
Ölen)
Tag 18:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Nasya, spezielle Behandlung für
den Kopf-Hals-Bereich
Tag 19:
Netrartarpana (eine
Augenwannenbehandlung mit ayurvedischen Ölen)
Tag 20:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Tag
21:
-
Hinzu kam eine spezielle Diät zugeschnitten auf die
Patientin und das Behandlungsstadium. Die Patientin nahm außerdem am Kochkurs
für Patienten teil.
Unter diesen ganzheitlichen Therapieverfahren
besserte sich die Gesamtsituation der Patientin sowie der Allgemein- und
Kräftezustand merklich. Am Ende der Behandlungszeit fühlte sie die Patientin
deutlich kräftiger. Kopfschmerzen und Tinnitus sind nicht mehr aufgetreten. Die
Belastungsdyspnoe hat sich deutlich reduziert. Rückenschmerzen und
ischialgieähnliche Schmerzen sind vollständig verschwunden. Der depressive
Zustand besserte sich, so dass die Patientin zu ersten mal über euphorische
Zustände berichtete, über normale Gefühle sprechen kann. In diesem Sinne zeigen
unsere Erfahrungen mit der Ayurveda-Therapie, dass die seelischen Ebenen des
Patienten und auch die feinsten Seinsebenen beeinflusst werden können und dass
nicht nur die physische Verfassung berücksichtigt wird.
Laborchemisch
fällt auch, dass es zu einer Normalisierung der deutlich reduzierten Anzahl der
Total-T-Lymphozyten von 650/mm³ auf 1000/mm³ (Normbereich) gekommen ist.
Gleichzeitig ist die Anzahl der natürlichen Killerzellen von 240/mm³ auf 430/mm³
angestiegen. Aus onkologischer Sicht wurde dies als Anzeichen für eine deutlich
gebesserte Immunitätslage gesehen.
Bei der ambulanten Nachbetreuung
beobachten wir eine anhaltende Stabilisierung über weitere sechs Monate. Hierbei
ist sicherlich hilfreich, dass die Patientin die diätetischen
Ayurveda-Ernährungsempfehlungen (insbesondere in Bezug auf konstitutionsgerechte
Ernährung) zu großen Teilen in ihren Tagesablauf integriert hat.
Dr. med.
Mihai
Ananda S. Chopra
Funktionsoberarzt der
Onkologie
Leitender Arzt der Ayurveda-Medizin
Habichtswald
Klinik
Habichtswald Klinik AYURVEDA
Fallbeispiel II: Onkologie und AYURVEDA
55- jährige
Patientin
Hauptdiagnosen:
- Brusterhaltend operiertes Mamma-Carcinom links (Quadrantenresektion, Axilladissektion) 12/93, Histologie: Invasivductales Carcinom, Tumorstadium: pT 2, N1 bi (3/10) M0 – GII, Rezeptorstatus (Östrogenrezeptoren positiv), Hormonstadium: postmenopausal (Hysterektomie 1974)
- Z. n. adjuvanter kombinierter Polychemotherapie (CMF-Schema 3 Zyklen), Radiotherapie von 1/94 bis 4/94
- Fortlaufende antiöstrogene Therapie mit Nolvadex, 20mg/Tag.
Nebendiagnosen:
- Chronisch rezidivierende obstruktive Bronchitis
- Arterielle Hypertonie
- Periarthritis humeroscapularis rechts
- Hyperurikämie
Vorgeschichte:
Seit etwa zehn Jahren besteht eine chronisch
rezidivierende Bronchitis, die insbesondere in den Wintermonaten – im Rahmen von
Infekten der Atemwege – akut exazerbiert. Eine Belastungshypertonie ist seit
fünf Jahren bekannt, wurde nie medikamentös behandelt. Im Dezember 1993 wird ein
Carcinom der linken Mamma brusterhaltend operiert (Tumorstadium s. o.).
Anschließend Chemotherapie und Radiatio, wie oben beschrieben.
Bei
regelmäßiger Nachsorge ergibt sich kein Hinweis auf Rezidiv oder Progress der
Erkrankung (Laborchemisch, Tumormarker, Mammographie, Knochenszintigramm,
Sonographie des Abdomens).
In der Lymphozytendifferenzierung zeigen sich
– bei sechsmonatlichen Kontrollen – seit Jahren erniedrigte Werte für
B-Lymphozyten (deutlich unter der Normgrenze von 6,4 %) und eine permanent
erhöhte Anzahl der T-Suppressor-Zellen (über der Normgrenze von 38,3
%).
Therapie und Verlauf:
Im Juni 1997 kommt die Patientin
aus eigener Initiative zu einem ayurvedischen Therapieverfahren in unsere
Klinik. Bei Aufnahme besteht eine bronchitische Reizung der Atemwege. Aus
ayurvedischer Sicht besteht eine Pitta-Vàta-Konstitution und eine
Vàta-Aggravation mit Ama (übersetzt etwa: „Stoffwechselschlacke“) –Belastung des
Organismus. Die Patientin blieb 14 Tage. Das Therapieverfahren sah in der
Übersicht folgendermaßen aus:
II. „Mobilisierende Maßnahmen“ (Pùrvakarma):
Snehana („Therapie mit Ölen und Fetten“), dieses hat zwei Aspekte:
A. Àbhyantara Snehana (Innerliches Fetten“) hierzu gehört das Snehapána, das ist die Einnahme eines speziell aufbereiteten Butterfetts.
B. Bàhya Snehana: Spezifische äußerliche Anwendungen mit Ölen und Fetten. Öle und Fette werden dabei speziell auf den einzelnen Patienten abgestimmt. Ebenso Art, Dauer und Intensität der Anwendung. Hierzu gehört auch das Netrartarpana (eine Augenwannenbehandlung mit ayurvedischen Ölen)
Svedana („Schwitztherapie“): Dies umfasst spezielle Wärmeanwendungen.
II. „Hauptmaßnahmen“ (Pradhànakarma):
Virecana, Abführtherapie.
Bastikarma, speziell zusammengestellte Enemata zur Therapie über
die
Darmschleimhaut
Die Patientin blieb insgesamt 15 Tage. Das Heilverfahren sah zeitlich gerafft folgendermaßen aus:
Tag 1:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Tag
2:
Snehana: A. Snehapàna (Innerliche Fettbehandlung)
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Tag 3:
Snehana: A. Snehapàna (Innerliche Fettbehandlung)
Svedana (Schwitzen)
Tag 4:
Snehana: A. Snehapàna (Innerliche Fettbehandlung)
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Tag 5:
Bàhya
Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Svedana (Schwitzen)
Tag
6:
Virecana, Abführtherapie
Tag 7-8:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Tag
9:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Svedana
(Schwitzen)
Bastikarma, speziell zusammengestellte Enemata
Tag 10-11:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Bastikarma,
speziell zusammengestellte Enemata
Tag 12:
Bastikarma, speziell
zusammengestellte Enemata
Tag 13:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Bastikarma,
speziell zusammengestellte Enemata
Tag 14:
Bastikarma, speziell
zusammengestellte Enemata
Tag 15:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Über den
ganzen Zeitraum wurde die Kost speziell nach ayurvedischen Gesichtspunkten
zusammengestellt.
Unter dieser Behandlung bessert sich der
Allgemeinzustand der Patientin deutlich, die Bronchitis ist bis zur Entlassung
ausgeheilt. Bei einer erneuten Kontrolle der Lymphozyten vor Entlassung ist eine
Normalisierung der Total B-Lymphozyten und T-Suppressor-Zellen zu
verzeichnen.
Dr. med.
Mihai
Ananda S. Chopra
Funktionsoberarzt der
Onkologie
Leitender Arzt der Ayurveda-Medizin
Habichtswald
Klinik
Habichtswald Klinik AYURVEDA
Fallbeispiel III: Onkologie und
AYURVEDA
54-jähriger männlicher Patient
Hauptdiagnosen:
- Zentroblastisches Non-Hodgkin-Lymphom, Stadium II A, mit Befall der Zervikallymphknoten links und rechts sowie axillär links. Erstdiagnose Januar 1997
- Z. n. percutaner Radiotherapie der Lymphknotenstationen cervikal beidseits, supraclavikulär bds. Und axillär bds. (Minimantel) bis zu einer Gesamtdosis von 36 Gray von Feb. Bis März 1997.
Nebendiagnosen:
- Erschöpfungssyndrom
- Depressiver Zustand
- Locoregionale Dermatitis nach Radiatio
- Pityriasis versicolor in Nacken und beiden Axillen
- Hyperceratosen an den Fußsohlen und Ekzem an beiden Handflächen
- Onychomykose der Zehennägel
- Morbus Scheuermann
Vorgeschichte:
Der Patient selbst tastete eine Lymphknotenvergrößerung
links am Hals; in der Folge entwickeln sich Lymphadenopathien in
beiden Axillen. Durch Biopsie wird im Dez. 1996 die Diagnose eines
zentroblastischen Non-Hodgkin-Lymphoms gestellt. Dem Stadium
entsprechend wird eine lokale percutane Radiotherapie durchgeführt,
die vom Patienten mittelmäßig vertragen wurde (lokales Erythem, das
jetzt weiter persistiert; Infektion der bestrahlten Haut durch
Pityriasis versicolor; Verschlechterung des Handekzems). Ein Ekzem
beider Hände mit Dysdiadochokinese ist bekannt. Der Patient neigt
zu hyperazider Reaktion des Magens, Pyelonephritis 1975.
Onychomykose der Zehennägel, Morbus Scheuermann.
Der Patient kam zur Aufnahme wegen reduzierter
Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, polyartikulären Schmerzen,
Durchschlafstörungen, Angstzuständen, depressiver Reaktion,
reduziertem Appetit, Gewichtsabnahme (7 kg in 2 Monaten),
Pollakisurie, Nykturie, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Juckreiz der
Hände und inguinal.
Therapie und Verlauf:
Aus ayurvedischer Sicht besteht bei dem Patienten eine
Kapha-Pitta-Konstitution (Prakrti) mit einer starken
Vàta-Aggravation. Diese äußert sich in Gewichtsabnahme und
reduziertem Allgemeinzustand. Im ayurvedischen Therapieverfahren
geht es zunächst darum, den Organismus zu reinigen, um anschließend
roborierende Maßnahmen (hier insbesondere Bastikarma und
entsprechende Diät) durchzuführen. Im Rahmen des Pancakarma wurden
folgende Maßnahmen durchgeführt:
I. „Mobilisierende Maßnahmen“ (Pùrvakarma):
Snehana („Therapie mit Ölen und Fetten“), dieses hat zwei Aspekte:
A. Àbhyantara Snehana (Innerliches Fetten“) hierzu gehört das Snehapána, das ist die Einnahme eines speziell aufbereiteten Butterfetts.
B. Bàhya Snehana: Spezifische äußerliche Anwendungen mit Ölen und Fetten. Öle und Fette werden dabei speziell auf den einzelnen Patienten abgestimmt. Ebenso Art, Dauer und Intensität der Anwendung. Hierzu gehört auch das Netrartarpana (eine Augenwannenbehandlung mit ayurvedischen Ölen)
Svedana („Schwitztherapie“): Dies umfasst spezielle Wärmeanwendungen (in diesem Fall Upanàhasveda – Spezialbehandlung zu Bandscheiben- und Knorpelregeneration – für den Bereich der Lendenwirbelsäule)
II. „Hauptmaßnahmen“ (Pradhànakarma):
Virecana, Abführtherapie.
Bastikarma, speziell zusammengestellte Enemata zur Therapie über die
Darmschleimhaut.
Der Patient blieb insgesamt 14 Tage. Das Heilverfahren sah zeitlich gerafft folgendermaßen aus:
Tag 1-3:
Snehana: A. Snehapàna (Innerliche Fettbehandlung)
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Tag 4:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Svedana (Schwitzen)
Tag 5:
Virecana, Abführtherapie
Tag 6-7:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Tag 8:
Upanàhasveda – Spezialbehandlung zu
Bandscheiben- und Knorpelregeneration
Tag 9:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Svedana (Schwitzen) speziell: Upanàhasveda – Spezialbehandlung zu
Bandscheiben- und Knorpelregeneration
Tag 10:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Svedana (Schwitzen), speziell: Upanàhasveda – Spezialbehandlung zu
Bandscheiben- und Knorpelregeneration
Bastikarma, speziell zusammengestellte Enemata
Tag 11:
Bastikarma, speziell zusammengestellte Enemata
Tag 12:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Svedana (Schwitzen)
Bastikarma, speziell zusammengestellte Enemata
Tag 13:
Bàhya Snehana (Äußerliche Fettbehandlung)
Bastikarma, speziell zusammengestellte Enemata
Tag 14:
-