Ayurveda-klinik Kassel Bad Wilhelmshöhe | Klinik für Tinnitus - Ayurveda Klinik für Ganzheitliche Rehabilitation
Druckversion vom 12.05.2010
URL: http://www.ayurveda-klinik.de/Die_Ayurvedische_Ernaehrung.html
Was ist für den Menschen als Individuum die richtige Nahrung bzw. wie sieht
seine individuelle Nahrung aus? Darauf können wir aus der Sicht der westlichen
Medizin keine schlüssige Antwort geben. Warum eigentlich nicht? Weil uns die
ganzheitliche –wirklich ganzheitliche- Betrachtung fehlt.
Die
Ernährungswissenschaft sagt uns heute viel über Kalorien, Vitamine und
Mineralien eines Nahrungsmittels, aber was ist für den einzelnen Menschen die
jeweils gesündeste Nahrung – im Sinne seines bioenergetischen Gleichgewichtes
- (was seine Gesundheit ja ausmacht)? Für welchen Menschen kann welches
Getreide eine Heilnahrung darstellen? Körner sind nicht Körner sondern jedes
Getreidekorn hat andere Eigenschaften und andere Einwirkungen auf die
bioenergetische Situation des Menschen.
Wenn für den einen Menschen zum
Beispiel Gerste und Hafer als Heilnahrung angesehen werden kann, kann dies für
einen anderen Menschen genau das Gegenteil bedeuten, indem –aus Sicht des
AYURVEDA- diese beiden Getreidearten das bioenergetische Gleichgewicht evtl.
stören bzw. ein etwa vorhandenes bioenergetisches Ungleichgewicht evtl. noch
weiter erhöhen könnten. Dieser Mensch könnte zum Beispiel Reis und Weizenkörner
benötigen.
Wenn Hippokrates gesagt hat
Euere Nahrung soll Euer
Heilmittel sein,
euer Heilmittel soll Euere Nahrung
sein,
dann hat er bewusst die Nahrung als Heilmittel herangezogen.
Nahrungsmittel haben eine Bioenergie. Diese ist von Nahrungsmittel zu
Nahrungsmittel sehr verschieden. Befinden wir uns –im Sinne des AYURVEDA- in
einem bioenergetischen Ungleichgewicht- auf das sich im wesentlichen auch
Krankheiten stützen- so ist es für uns um so wichtiger, eine Nahrung zu uns zu
nehmen, die im Sinne des AYURVEDA eine Heilnahrung sein kann und die dieses
bioenergetische Ungleichgewicht in Richtung Gleichgewicht beeinflussen kann.
Über dieses Wissen und die Diagnosemöglichkeit verfügt die
AYURVEDA-Medizin.
Sie geht davon aus, dass die drei bioenergetischen
Körperkräfte des Menschen Vata (Luft und Raum), Pitta (im wesentlichen
Feuerelemente) und Kapha (Wasser- und Erdelement) von der Nahrung unmittelbar
beeinflusst werden. (Diese drei bioenergetischen Körperkräfte des Menschen
werden Doshas genannt.)
Die feinen Diagnosemöglichkeiten des AYURVEDA
zeigen uns unsere bioenergetische Situation auf, aus der wir unsere
Nahrungsmittel ableiten können. Ist Kapha (Wasser- und Erdelement) im
Ungleichgewicht, wird eine Kapha-ausgleichende Nahrung gewählt. Für die beiden
anderen bioenergetischen Kräfte gilt dies ebenfalls.
Es bleibt
festzuhalten:
Meine Ansicht ist daher, dass die ayurvedische Ernährung in besonderem Maße
zur Gesundung und Gesunderhaltung beitragen kann.
Hippokrates muss über
ein Wissen verfügt haben, dass es ihm ermöglicht hat, die Ernährung als einen
für die Gesundung wesentlichen Faktor einzusetzen. Er hat offensichtlich auch
die Fähigkeit gehabt, zu erkennen, welche Nahrungsmittel für welchen Patienten
eine den Heilungsprozess unterstützende Wirkung haben. Andernfalls hätte er
diesen großartigen Ausspruch nicht gemacht, der heute mehr denn je an Bedeutung
gewinnt. Wir können durch die Ayurveda-Medizin daher zu der Einsicht und
Erkenntnis kommen, dass bestmögliche Gesundheit weitestgehend ein
bioenergetisches Gleichgewicht darstellt und Krankheit ihren Boden erst richtig
auf einem energetischen Ungleichgewicht gewinnt. Wir können Nahrungsmittel zu
uns nehmen, die dieses bioenergetische Ungleichgewicht erhöhen oder in Richtung
Gleichgewicht beeinflussen können. Dazu gehört auch das Wissen und die
Fähigkeit, bioenergetisches Gleichgewicht oder Ungleichgewicht in seiner jeweils
individuellen Form diagnostizieren zu können. Der Ayurveda gibt uns dies alles
an die Hand.
Welche sonstige Bedeutung hat die Ernährung im AYURVEDA?
Ernährung, Schlaf und Sexualität sind nach ayurvedischer Lehre die drei
Säulen des Lebens. Als Grundlage für eine optimale Nahrungszusammensetzung dient
im Ayurveda der Geschmackssinn. Man unterscheidet in der ayurvedischen Tradition
sechs Geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb (oder
„zusammenziehend“). Auch über den Geschmackssinn können wir uns die Qualitäten
der Nahrung erschließen und individuell die passende Ernährung ermitteln. Eine
vollständige Mahlzeit sollte nach ayurvedischer Vorstellung alle diese sechs
Geschmacksrichtungen enthalten.