Geschützt, behütet zwischen Gebäuden eingebettet und in der Erde liegend
befindet sich das geistige Zentrum der Klinik. Es verfügt über den großen
Stillen Raum im Wintergarten, Ostbühne, zweimal sieben Säulenfeldern, die in
angerundeten Wandteilen dem Raum ein Wechselspiel zwischen männlichen und
weiblichen Energien vermitteln. Der Stille Raum – als einer der Mittelpunkte des
geistigen Zentrums – kann 100-150 Menschen fassen und ist für Gottesdienste,
spirituelle Veranstaltungen, Singen und Vorträge geeignet.
Das geistige
Zentrum verfügt über zwei weitere Gruppenräume – den Lichtraum und den Sternraum
– und eine Kapelle mit einer 12-teiligen Glaskuppel in Halbkugelform, einen
symbolischen Kreuzgang und einen kleinen Wandelgang mit Licht- und Steininseln
sowie einen kleinen Brunnen, der aus einer eigenen Quelle – die unter dem
Zentrum erbohrt wurde – gespeist wird.
Die Hauptgebäudeachse des
Klinikkomplexes, die auf magnetisch Nord ausgerichtet ist und auf der
Firstrichtung des alten, stattlichen Klinikgebäudes aufbaut, verläuft mittig
durch das geistige Zentrum , den Stillen Raum, den Brunnen und die
Klinikkapelle.
Die Habichtswald Klinik besitzt seit ihrer Neueröffnung
dieses geistige Zentrum, das nicht nur inhaltlich, sondern auch aufgrund seines
baulichen Konzeptes geprägt ist. Inzwischen sind durch einen weiteren
Bauabschnitt der neue Akasha-Tempel und die Festsäle hinzugekommen, so dass sich
verschiedenen Aktivitäten auch in diesen neuen Räumen entwickelt haben
bzw. dorthin verlagert wurden.. Inhaltlich baut das geistige Zentrum auf
einem umfassenden freiwilligen Angebot für alle Patienten der Habichtswald
Klinik auf. Dazu gehören:
· Meditationen
(Lichtmeditation, Heilmeditation, Herzensmeditation, getanztes Gebet)
· Mantra-Singen
· Spirituelles Singen
· Sakraler Tanz
· Taichi
· Yoga
· Autogenes Training
· Chigong
· Heilende indische Musik
· Vorträge über Heilkunst des
Ayurveda
Die Klinikkapelle
Das geistige Zentrum der
Habichtswald Klinik verbindet die 4 Abteilungen mit seinem inneren Band. Die
ganzheitsmedizinische Konzeption der 4 Abteilungen der Klinik bietet für die
Patienten einen Ort der Stille und der Öffnung für den eigenen inneren heilen
Kern. Die Mitarbeiterinnen des Zentrums geben den Patienten die Möglichkeit,
über verschiedene Formen der Meditation sich mit der spirituell-geistigen Seite
ihrer Situation und ihrer Erkrankung auseinander zusetzen. So kann jeder Patient
nach seinen eigenen Bedürfnissen und ohne Dogma die Auseinandersetzung mit dem
Lebenssinn suchen und auf seine Weise in die Therapie integrieren. Das heilende
Licht ist der Mittelpunkt, in das die spezifischen Therapieverfahren und
therapeutischen Zugänge auf integrative Weise und in einem tiefen Sinne
komplementär zulaufen.
Die Herzmitte
Werner
Wilhem Wicker
Unser Herz-Gefühlszentrum ist das wertvollste und
schönste, das wir haben, Aus unserem Gefühlszentrum Herz kommt die Alliebe , die
Hilfsbereitschaft und Fürsorge, die keinen Dank erwartet, die Herzenswärme und
die Güte. Gelingt es uns, dasselbe aufzuschließen und zu öffnen und aus dieser
„Herzmitte“ heraus zu leben und zu handeln, werden wir zugleich mit dem
Schönsten beschenkt, das wir erreichen können: einer tiefen, inneren Erfüllung
und zugleich einer unbeschreiblichen inneren Gewissheit, Zuversicht, Ruhe,
Harmonie und vor allem einer tiefen Liebe und Güte.
Daher sollten alle
unsere Bemühungen – auch in der Erfüllung unserer weltlichen Verpflichtungen –
darauf gerichtet sein, diese aus der Herzmitte heraus zu erfüllen. Sie ist unser
wahres Zentrum und der größte „Schatz“ den wir haben.
Auch der Volksmund
hat dem schon immer Rechnung getragen. Wenn von einem liebevollen, weichen,
warmen Herz gesprochen wird, ist diese Herzmitte gemeint (bzw. unser
spirituelles Herz, das sich auf der rechten Brustseite befindet). Spricht der
Volksmund von Hartherzigkeit oder Herzlosigkeit, so ist die
Verschlossenheit dieses Gefühlszentrum gemeint. Wie sind aber nur Menschen, und
es ist uns nicht immer möglich, hier unsere Mitte zu haben und aus dieser Mitte
zu leben. Mit zunehmender Erfahrung und nach schönen, erfüllenden Erlebnissen,
werden wir immer mehr danach trachten, aus unserer Herzensmitte zu leben. Für
unsere eigene Gesundheit könne wir kaum etwas Besseres tun, als hier unsere
Mitte zu haben. Selbst die Jahrtausende alte ayurvedische Medizin (die
Wissenschaft vom langen und gesunden Leben) legt bei einem im Herzen ruhenden
Menschen ganz andere Maßstäbe bei der Beurteilung seines Gesundheitszustandes
an, wohl wissend, dass dies eine gute Lebensversicherung ist. Innere
Zerrissenheit, Unklarheit, Unsicherheit, mangelndes Vertrauen – d. h. mangelndes
Urvertrauen – , Gemüts- und Gefühlsschwankungen etc. verlieren ihre Existenz,
wenn wir uns im Gefühlszentrum Herz befinden.
Wie hat einmal ein Weiser gesagt: in unserem Herzen (Gefühlszentrum Herz)
befindet sich unsere größte Schatzkammer, je mehr wir sie aufschließen, um so
mehr kommen wir an diese Schätze heran. Damit sind selbstverständlich nicht
materielle Schätze gemeint, sondern ein über den vermeintlichen äußeren
Erfolg weit hinausgehender innerer Erfolg, den wir als innere Erfüllung, ein
liebevolles Ruhen in uns selbst und vielleicht auch als Glückseligkeit
bezeichnen können. Hier liegt der wahre Reichtum, der uns, ungeachtet aller
vergänglichen äußeren Freude und allen äußeren Reichtums, immer erhalten
bleibt.
Es gibt eine Fülle von Aussagen über unser herz und die Herzensliebe.
Nachstehend werden einige davon zitiert:
Wenn Du Deine Fähigkeit zu lieben entwickelt hast, brauchst Du nichts anderes
mehr zu entwickeln.
- Eine sanfte, liebe Sprache ist der Ausdruck echter Liebe.
- Sei liebevoll, höre auf Deine innere Stimme und folge ihr.
- Liebe fragt nicht nach Belohnung, Liebe ist Lohn in sich.
- Der Dienst am Menschen ist das einzige Mittel, durch das Du Gott dienen
kannst.
- Es gibt nur eine Sprache, die Sprache des Herzens.
- Liebe lässt keinen Raum für kleinliches, engstirniges Denken und Handeln.
- Es gibt nur einen königlichen Weg für die spirituelle Reise:
Liebe.
Innere Heilung kann geschehen, indem wir uns öffnen
Werner Wilhelm Wicker
Wenn wir energetisch nicht
offen sind, sind wir nicht ausreichend an die Lebenskräfte der Natur
angeschlossen. Die Lebenskraft ist wichtiger als essen und trinken. Wenn ein
Mensch sich nicht mehr im Gefühl des Einsseins mit der ihn umgebenden Natur,
sondern (ob bewusst oder unbewusst) im Gefühl des Getrenntseins mit ihr lebt,
hat er sich ein großes Stück von der „Nabelschnur der ihn stützenden und
stärkenden Naturkräfte“ abgeschnitten. Er ist dann nicht mehr in der Lage,
seinen feinstofflichen Energiehaushalt aus der ihn umgebenden Natur zu decken,
sondern lebt mehr oder weniger aus der eigenen Substanz.
„Im Gefühl des Getrenntseins“ geht auch das Vertrauen in die Natur – von der
wir ein Teil sind – verloren. Wir geraten in eine Isolation und können von
Ängsten befallen werden. Dies ist verständlich, da wir in einem solchen Zustand
in der Tat allein und nur auf uns selbst angewiesen sind. Aus diesem Zustand des
alleineins wieder in den Zustand des All-ein-seins zu kommen, ist eine der
wichtigsten Aufgaben.
Wie hat einmal ein Heiliger gesagt:
“Dehne Dich aus und ziehe Dich
nicht in Dein kleines Ich zusammen“.
Ausdehnung ist verbunden mit Vertrauen und Liebe, Güte, guten Gefühlen und
einer Haltung der Toleranz und des Gebens. Jeder Heilungs- oder
Linderungsprozess – sei es auf der körperlichen, seelischen oder geistigen Ebene
eines Menschen – ist bio-energetisch begleitet von Öffnung und Ausdehnung. Ohne
diese energetische Begleitung ist kein Linderungs- oder Heilungsvorgang
möglich.
- Hier werden Zusammenhänge zwischen Öffnung, Vertrauen, Ausdehnung,
heilsamen Eigenschaften und möglichen heilenden Vorgängen sichtbar.
- Hier wird die Basis erkennbar, auf der Heil einen Boden finden und Heilung
geschehen kann.
- Hier können wir die Zusammenhänge zwischen der Wirkungskette der
Naturgesetze und ihre Wirksamkeit in Richtung Heil und Heilung einerseits und
der Isolation von den Naturkräften, ihren Gesetzen und Gesetzmäßigkeiten und
der Abkopplung von allem Lebendigen andererseits, erkennen.
Wenn wir uns vertrauensvoll öffnen und in den Schoß der Natur fallen
lassen (keine Angst, wir fallen in kein Loch, die Natur trägt uns), werden uns
unsere feineren Strukturen, unsere feineren Wahrnehmungsebenen und unser
kognitives und universelles Gedächtnis wieder zugänglich werden.
Der Mensch als Teil des Ganzen
Wir sind eingebunden in das kosmische Geschehen und ein Teil von ihm. Die
Ayurveda-Medizin lehrt uns, dass wir Menschen als Mikrokosmos aus den absolut
gleichen Elementen zusammengesetzt sind, wie die uns umgebende Natur und der
Makrokosmos.
Wir sind ein Teil der Natur, die uns hervorgebracht hat, nährt, Luft und Raum
gibt.
Wie finden wir wieder aus dem Gefühl des Getrenntseins in das Gefühl des
Einsseins zurück?
- Indem wir Geist und Herz aufschließen für die Erkenntnis der Einheit mit
dem Unendlichen.
- Indem wir uns als Teil der Natur, die uns hervorgebracht hat, erkennen,
erfahren und uns vertrauensvoll öffnen.
- Indem wir lernen, dass wir in eine Welt der geistigen Gesetzmäßigkeiten
eingebunden sind (die zugleich die Naturgesetze sind) und von diesen Gesetzen
profitieren, wenn wir sie beachten und zu leiden haben, wenn wir sie nicht
beachten.
- Daher ist es sinnvoll, sich in die Wirkungskette dieser geistigen Gesetze
zu begeben – die zugleich die göttlichen sind. Wir schwimmen dann mit dem
Strom des großen Lebens und nicht gegen ihn.
- Wir sollten auch versuchen zu erkennen, dass jegliche Materie in
diesen geistigen Gesetzen unterliegt. Dass jegliche Materie der
Vergänglichkeit unterliegt und die einzigste Wirklichkeit das Unvergängliche
ist.
- Jegliche Materie ist den Gesetzen von Polarität und Dualität unterworfen,
so dass sich Gegensätzliches anzieht.
- Außerhalb des materiellen Bereichs zieht Gleiches Gleiches an. D.
h., ich ziehe die geistigen Energien (Gedankenkräfte) an, die ich denke und
die Gefühlsenergien, die ich fühle.
- Somit bin ich meines „Glückes Schmied“.
- Gott hat dem Menschen den Verstand gegebenen, damit er ihn zu seinem
Wohle, seiner geistigen/seelisch/körperlichen Gesundheit und zum Wohle anderer
gebrauchen kann.
- Aber er hat uns auch die Freiheit gegeben, zu bestimmen, was wir denken
und fühlen, und wie wir mit dieser gottgegebenen Intelligenz umgehen.
- Wie gehen wir mit dieser Freiheit um?
- Hier wird deutlich, wo fundamentale Fehler gemacht werden können, aber
auch ein entscheidender Weg zur Besserung erreicht werden kann.
In der sanften Onkologie versuchen wir, diese Gesetzmäßigkeiten über den Weg
der Erkenntnis und die emotionale (gefühlsmäßige) Erfahrung zu vermitteln und zu
einem bleibenden, d. h. jederzeit wieder abrufbaren Erlebnis zu machen.
Durch
gute Gedanken und Gefühle können wir unsere Mitte zu einem energetischen Zentrum
dieser guten und heilsamen Energien entwickeln.
Ein friedvoller Geist und ein Herz voller Liebe sind eine gute Voraussetzung,
um den in uns schlummernden inneren Arzt und die heilenden Kräfte weiter zu
entwickeln.